Mareike Fallwickls Buch ist schlichtweg beeindruckend!
Sie schreibt über die grundlegende Ungerechtigkeit unserer Gesellschaft, ohne, dass sie die Leser*innen dabei maßregelt, beschuldigt, überfordert oder ausschließt. Vielmehr nimmt sie sie mit und zeigt auf, was ist und was sich entwickeln könnte, wenn das System Sorgearbeit, das sich auf die Aufopferungsbereitschaft von Frauen stützt, zusammenbricht. Obwohl sie dabei erwartungsgemäß auch Schmerz und Gewalt schildert, verliert Fallwickel dabei nie ihren liebe- und hoffnungsvollen Grundton. Sie bietet keine endgültige Lösung an, aber schafft eine Basis, auf der gegenseitiges Verständnis und der Willen zu positiver Veränderung wachsen können.
Lasst uns alle dieses Buch lesen und endlich dieses absurde und sinnlose Ungleichgewicht abschaffen; dieses Ungleichgewicht, das besteht zwischen herrschenden Männern und sorgenden Frauen, zwischen denkenden, starken, wichtigen (männlichen) Menschen und fühlenden, schwachen, unwichtigen (weiblichen) Menschen.
Was passiert?
Die Frauen legen sich eines Tages hin und stehen freiwillig nicht mehr auf. Sie tun nichts mehr, weder…
Hallo Yvonne, deine Anfrage ist leider bei mir im Spam gelandet , aber inzwischen weißt du ja schon, dass ich das Hörbuch ebenfalls gehört habe. Ich hab noch mal so darüber nachgedacht und kann die Begeisterung, die teilweise über diese Wahl der Preisträgerin geäußert wurde, nicht nachvollziehen. Es scheint mir mehr und mehr so, als sei es eine Voraussetzung für den Erhalt des Buchpreises, dass das Buch für die Allgemeinheit schwer lesbar ist... Das finde ich schade und es offenbart eine Schere zwischen dem Anspruch der Buchpreisjury und der "normalen Leserschaft". Aber das ist ein anderes Thema.
Sonnige Grüße!