- Conny aus Literaturien

- 14. Juni
- 5 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 15. Juni
"Es gibt manchmal im Lauf der Welt besondere Augenblicke (…), wo es sich ergibt, dass alle Dinge und Wesen, bis zu den fernsten Sternen hinauf, in ganz einmaliger Weise zusammenwirken, sodaß etwas geschehen kann, was weder vorher noch nachher je möglich wäre. Leider verstehen die Menschen sich im allgemeinen nicht darauf, sie zu nützen, und so gehen die Sternstunden oft unbemerkt vorüber. Aber wenn es jemand gibt, der sie erkennt, dann geschehen große Dinge.“ Michael Ende, Momo

Wenn ich mir so unsere letzten acht Wochen betrachte, dann habe ich das Gefühl, JA - wir sehen unsere Sternstunden, ja, wir sind aufmerksam, ja, wir gestalten diese großen Momente für uns und damit von ganzem Herzen für alle Menschen um uns herum. Wir haben uns ein Jahr vorgenommen, in dem wir alle gemeinsam ganz viel Neues lernen wollen. In der Tat ist dieses erste Halbjahr ein Beweis dafür, daß ein solches Vorhaben, manifestiert in ein Programm, welches alle kennen, bis hoch zu den Sternen eine Botschaft sendet. Nur so kann ich es mir erklären, daß wir in ganz einmaliger Weise hier zusammenwirken, daß soviel Freude und Lachen um uns herum diese “Insel” prägen.
Sagt selbst, es ist doch in der Tat ein buntes Spektrum, auf das wir uns hier einlassen. Nicht alles wird wohl im Alltag standhalten, doch dann haben wir es wenigstens versucht. Und wer weiß, wer alles mit uns gemeinsam diese neuen Welten noch erkunden möchte, wer bereits Erfahrungen hat und Mitmachende sucht. Hallo, können wir sagen, wir sind schon da!!
Gleich nach Ostern also fuhren Maxi und ich zu einem Kurs, um zu lernen, wie man Wolle sortiert und mit Pflanzen färbt. Ein erster Einstieg, mehr war an einem Tag mit zwei Inhalten nicht möglich. Was soll ich Euch sagen, das Färben hat mich echt von Beginn an begeistert - bleibt eine Inspiration für das kommende Jahr. Unsere ersten Versuche waren so spannend. Da haben wir aus roter Zwiebelschale grüne Wolle gefärbt, aus Rinde von jungen Apfelästen gelbe Wolle, aus frischen Birkenblättern hellgelbe Wolle. Wenn das nicht juckt, noch viel mehr darüber zu lernen.
Wenige Tage später kam Janne Mommsen. Er kam an, eroberte unsere Herzen, setzte Worte frei und gestaltete einen einmaligen kreativen Schreibkurs. Fünf Tage lang erschufen wir Figuren, Handlungen, Orte, Geschichten, Stimmungen, Emotionen. Lieber Janne, hab tausend Dank für die Einblicke in Dein Autorenleben, für die kleinen Geschichten am Rande aus dem Nähkästchen geplaudert, für das Gefühl, daß wir Dich überraschen konnten mit unseren geschriebenen Worten, für die Hinweise und Ergänzungen.

Ende April haben Maxi und Daniela die “Insel” Literaturien auf dem Darß vertreten beim Spinn-Marathon. Unsere Lizenz als Händler für Spinnräder und Webstühle von Kromski haben wir ja nun bereits eine ganze Weile. Neuerdings hat Maxi es erreicht, daß wir auch Händler sind für Ashford-Spinnräder, Webstühle und Zubehör.
Außerdem haben Oli und Maxi nun eine bahnbrechende Technologie entwickelt, mit der wir Wolle auf Konen aufwickeln können. Es klappt wahrhaftig und macht unheimlich Spaß.
Rosinante durfte am 30. April zeigen, was sie nach ihrem Wellness-Aufenthalt kann. Eine Tour nach Malchow war echt der einzige Ausflug im Frühling. Untrainiert gehen wir beide dann am 28. Juni auf unsere große Tour. Schauen wir mal, ob das lustig wird. Bevor Rosinante quietscht, brauche ich bestimmt schon ein Sauerstoffzelt.

Schon sind wir im Mai angekommen. Im Mai haben wir irgendwie viele Pläne für 2027 geschmiedet. Wir haben Sascha Uetrecht (Herr U am Amalienpark) für einen Web-Kurs im April nächsten Jahres gebucht und sind voll stolz darauf.

Wir haben ein Schiff von Waren aus für 7 Stunden gebucht als Strickschiff am 30. April 2027.

Susanne Oswald wird im Januar wieder bei uns sein. Patchwork-Kurse stehen fest und Thorsten Duit-Kurse ebenfalls. Schaut unbedingt unter 2027 in unseren Veranstaltungskalender, da tut sich jede Menge.
Mai. Mai war irgendwie Huschebahn. Ich will Euch das so erklären:
Handgedingstes: Mehr als 15 Frauen stricken, häkeln, weben, spinnen von Dienstag bis Sonntag ohne Ermüdung, ohne Knappheit an Gesprächen und mit ganz viel Sitzfleisch, Herz, Frohsinn, Austausch, Hinweisen, tollen Projekten.
Kurze Pause im Hotel.
Herrentag. Ausgebucht, lesen, essen, Spaß haben, Lagerfeuer, Bücherscheune, Hausführungen.
Kurze Pause im Hotel.
Kunsthandwerkermarkt und Pfingsten. Volles Hotel, tolle Händler, viele Besucher, schöne Stimmung, hervorragender Kuchen, beste Grillwurst, köstliche Suppen.
Kleine Pause im Hotel.
Jedoch sogleich ab Montag Brotbackkurs. Zwei Teilnehmende, die voller Elan und Ehrgeiz bis Donnerstag, eigentlich bis Freitag, sich dem guten Sauerteigbrot widmeten. Ein volles Programm mit vielen Mehlen und schmackhaften Ergebnissen.
Sofort im Anschluß ging es an den Wagon. Dort ist seit kurzem Arbeit auf Hochtouren angesagt. Innen und außen. Wahnsinn, kann ich Euch sagen, voll der Wahnsinn. Alles, worüber, wir so lange gesprochen haben, setzen wir doch wahrhaft um. Es ist so spannend. Noch im Juni bekommt Ihr nähere Informationen. Dann endlich lest Ihr wieder von Euphelia.
Hoppla, schon Juni!!!
Die Wochenenden waren gefüllt, die Wochen ebenfalls.
Doch auch in diesem Monat gab es einen echten Höhepunkt: Unser kleines Festival der Handarbeit. Ooooh, was haben wir es genossen. Wenn auch wegen der Wetterlage Eulenhausen gegen den Gutspark ausgetauscht wurde, so konnten wir doch alle den Nachmittag im Freien verbringen. Was für eine schöne Stimmung, was für ein fröhlicher Austausch. Danke an all die verschiedenen Strickzirkel, die angereist sind, danke an die Häkelmenschen, danke an Gisela, die aus Rostock mit ihrem Klöppelkissen gebracht wurde.

Die Krönung dieses besonderen Tages war das Konzert mit Caleb Collins aus Los Angeles, der bereits am Tag durch den Park spazierte und sich sehr beeindruckt zeigte von dieser Schar Gleichgesinnter, und der am Abend mit seinen Liedern manch ein Tränchen zauberte, manch ein Lächeln und Lachen und Standing ovation zum Abschluß mit vielen Zugaben. Ein Herzenstag mit Herzensmenschen.

Unser Lesezirkel der Bookoholiker beschäftigte sich dieses Mal mit dem Buch “Die Wut, die bleibt”.

So eine krasse Diskussion auf einem sehr hohen und respektvollen Niveau miteinander hatten wir noch nie. Das nächste Treffen findet am ersten Donnerstag im August statt. Es geht um das Buch “Lazar”.
Unsere Mittwochnachmittage sind in jeder Woche ein Höhepunkt und haben sich fest etabliert, ebenso die Spieleabende gleich im Anschluß.

Der Tanztee wurde mit großer Freude angenommen und ist wiederholungsstark.
Heute sitze ich am Schreibtisch nach einem Tag “Offene Gärten” mit sehr geduldigen Händlern, mit viel Wind und noch mehr Regen. Dennoch blicken alle wohlwollend auf diesen Tag zurück. Wir beteiligten uns am WeltstrickTag und saßen gemeinsam im Salon, lasen vor, erzählten und freuen uns bereits auf die Fortsetzung.
Ich werde die Vorbereitungen für den Schreibkurs in den nächsten Tagen abschließen, der in der letzten Juniwoche stattfinden wird. Und dann, dann ist wirklich schon ein halbes Jahr voller Erlebnisse und Neuem und einzigartigen Ereignissen Geschichte. Zack und Hops ins zweite Halbjahr, das, so kann ich Euch versprechen, nicht minder spannend sein wird.
Das wird schon beginnen am 10. Juli mit dem Podcast “eat.READ.sleep.” hier vor Ort im Bücherhotel.
Hört hinein in einen wunderschönen Abschluß unserer ersten sechs Monate. Schön war's. Danke an alle, die dabei waren.
































































