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Liebes Buddelbuch,

ich glaube beinahe, sie geht mir aus dem Weg. Sonst lächelte sie mich am Morgen oft an, wenn sie sich an den Computer am Nachbartisch setzte. Nun ignoriert sie mich seit Tagen. Ankommen, hinsetzen, Brille auf, Bildschirm an. Hallo, Conny, ich bin auch noch da!!! Sie schrieb mehrere Tage mit einem Füllfederhalter. Das kann ich ihr ja nicht verübeln, denn wer sollte bei den ganzen Seiten voller Texte mich ständig ins Fäßchen tauchen.

Aber, daß sie mir auch jetzt, nach dem Schreibkurs, nicht eine Sekunde lang Aufmerksamkeit schenkt, das finde ich echt doof. Ist es das schlechte Gewissen, ihrer Hausschreibfeder zwischendurch nicht die Hand gereicht zu haben? Aber, hey, Conny, so wird das auch nicht besser. Conny, hier bin ich!!! Ich stampfe so fest ich kann mit meinem Füßchen auf, es quietscht richtig in meinem Stiefelchen. Doch sie hört mich nicht. Gerade ruft sie Gudrun an, um ihr gute Reise am Wochenende zu wünschen. Wie war eigentlich Ostern bei Euch, möchte Gudrun wissen. Ihr glaubt es nicht, Gudrun ist meine Rettung. Conny schaut mit einem Blick zu mir, als frage sie mich, ob ich noch nicht berichtet hätte. Nein, Conny, Deine Hand war nicht bereit!!! Schnell schaut sie beschämt in die andere Richtung. Das Telefonat ist beendet. Sofort nimmt sie mich, ich finde ja etwas unsanft, in die Hand, wählt hellgrüne Frühlingstinte, holt tief Luft, setzt sich und beginnt. ENDLICH!!! denke ich noch, dann flitze ich auch schon in Hochgeschwindigkeit über das Papier.

Ostern ist also vorbei.

Es war ein rundherum gelungenes Fest. Viel Aktion.

Bei herrlichem Wetter trafen sich alle immer wieder auf der Terrasse oder in Eulenhausen. Ingo und Bine zauberten gottverliebte Buffets, die Mädels übertrafen sich mit österlichen Frühstücksüberraschungen.

Achja, da Conny mir nun endlich die Bilder zeigt, fällt mir auf, wieviel gelacht, gekocht, gebacken, gespielt, gelesen, gegessen, gequatscht, ... wurde. So gesellig, dieses Osterfest, so gemütlich. Schaut selbst!

Gleich nach Ostern machte sich Torsten an die restliche Glättung innerhalb des Kerngehäuses. Rasen wurde gesät - und er beginnt sogar schon erste grüne Flächen zu zeigen.

Ich werde das beobachten und berichten.

Conny erhöhte ihr Trainingspensum mit Rosinante von 3,76km auf ganze 24,6km. Ein traumhafter Tag, Conny fuhr mit ihrem berühmten Dauergrinsen im Gesicht. Boh, die Natur hat es aber auch drauf. Alle paar Kilometer stieg sie ab - nur wegen der Fotos. Das Schnaufen hörte ja keiner.

Die erste große Tagung fand bereits in der Woche nach Ostern wieder statt, bevor ein gemächliches Wochenende die nächste Tagung einläutete. Zwischendurch fuhren Maxi und Oli beladen mit Möbeln nach Landau in der Pfalz, um Charly und Sarah beim Umzug behilflich zu sein.

Nebenher gab es erneute Pflanzungen in Eulenhausen.

In Eulenhausen geht es Schritt für Schritt vorwärts. Horst Paket A und Marie-Luise zeigen sich verantwortlich für ein Klohaus in Eulenhausen. Dieses wurde nun bestellt und gestern geliefert.

Torsten schaut also neuerdings Klo-Tutorials. Er möchte für den Aufbau gut vorbereitet sein. Insofern ist also seine Freizeit gerade voll für den ...

Conny fiel zwischendurch ein Buch in die Hand, welches sie vor einiger Zeit mit Begeisterung gelesen hatte.

Doch dieses "IndieHandfallen" wurde ein Gedankenblitz. Sie lief durch das Haus, suchte laut lachend und rufend ihren Torsten. "Ich hab´s!" Ich weiß nicht so recht, aber ich hatte das Gefühl, er ahnte Umräumen oder so. Ein bißchen zuckte er zusammen. Ihr Lachen hörte nicht auf, als sie ihm das Buch zeigte. "Aha." antwortete er ausführlich. Doch schon sprudelte es aus Conny heraus: "Das ist die Lösung, schau mal auf das Deckblatt. Nein, nicht lesen, schauen! So machen wir das!" Torsten sah Conny ungläubig an. "Aha."

"Na, das ist doch eine Wohnküche, siehst Du das nicht? Also, wir bauen unseren Garten-Salon einfach um. Wir machen daraus eine GartenKüche. Mit Sesseln und Sofa und eben einer Küche. Ganz einfach." Torsten hatte nur umbauen gehört. Das war noch schlimmer als umräumen. Er schaute Conny ungläubig an. Sie war total begeistert von ihrer eigenen Idee. Conny strahlte und lachte und schwebte davon. Sie ließ ihn einfach stehen. Umbauen hatte sie gesagt. Als Conny am frühen Nachmittag erneut im Wintergarten diese plötzliche Idee prüfen wollte, stand Torsten schon dort mit einem Zollstock und maß die Wände. "Also, hier könnte der Backofen stehen. Brauchst Du eine Kochplatte, Lütten?" Ihr fehlten die Worte, dafür kamen die Tränen. Ja, das ist das Besondere an ihrer Beziehung. Von dieser Art der Gemeinsamkeit lebt dieser Hof. Später besprachen sie alles mit Maxi und Heike. Sie könnten hier Brot backen, ohne der Küche stets und ständig in den Stoßzeiten den Backofen zu klauen. Sie könnten experimentieren und auch mal neue Teige ausprobieren. Nebenher könnte man im Sofa sitzen und quatschen, Backbücher lesen, der Natur durch die offene Tür lauschen. Sie begeisterten sich gemeinsam so sehr dafür, daß gestern bereits Peter Anders vom Küchenstudio in Güstrow zur Beratung kam. Nach einem ersten Erstaunen, im Sessel sitzend eine Küche zu planen, erwärmte er sich rasch dafür und brachte professionelle Vorschläge ein. Oh, Conny ist jetzt gespannt wie ein Flitzebogen, was daraus wohl wird, und wie sie es dann leben werden. Prinz Rupi behält natürlich seinen Schreibtisch darin. Das ist Ehrensache.

Achja, apropos Schreiben. Der Schreibkurs ist nun auch bereits Geschichte.

Er verlief dank aller so total kreativ, liebevoll, respektvoll, inhaltlich hochwertig. Conny freut sich schon jetzt auf den nächsten Kurs, der vom 27. - 31. Oktober 2024 stattfinden wird und bereits wieder gut gebucht ist. Es entstanden zauberhafte Abschlußgeschichten, die in den verschiedenen Räumen Literaturiens einen ganzen Tag hindurch gelesen worden waren. Danke an alle Federlinge, die diese Tage so besonders werden ließen.

Conny fiel es sehr schwer, wieder im Alltag anzukommen. Doch schon geht es weiter im Programm. Da ruft der Garten.

Und noch viel lauter meldet sich der Wagon. Am kommenden Wochenende wird er gewaschen und grundlegend gereinigt. Auf das Ergebnis sind die Fiven sehr gespannt.


1 Kommentar

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Hallo und Guten Morgen Euphelia.

Bevor ich andere Arbeiten anfange, musste ich Deine Zeilen lesen.

Es ist sehr sehr schön, wieder über Neuigkeiten aus "Eulenhausen" und vom "Gutshof Insel Literaturien" im Buddelbuch zu lesen. Habe ich Dich doch schon vermisst.

In den letzten Tagen habe ich immer wieder nachgeschaut, ob Deine Besitzerin Dein Füßchen in das Fass getaucht und Worte aufs Papier gebracht hat. Aber nein, nichts Neues war zu lesen.

Ist mir doch das Buddelbuch zu einer Nabelschnur nach Eulenhausen geworden.


Euer Osterfest strahlt seine Fröhlichkeit bis in mein Wohnzimmer aus, so glücklich und zufrieden erscheinen die Menschen auf den Bildern. Und die vielen Köstlichkeiten in die Bilder waren zum Anbeißen.

Wie ich feststellen musste, war in dem fröhlichen…


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