top of page
20230222_141345.jpg

Literaturiens Blog

cropped-logo-euphelia-1_edited.png

»Haltet die Uhren an.

Vergeßt die Zeit.

Ich will euch Geschichten erzählen.«

 James Krüss

Conny aus Literaturien, Edelweiss und Euphelia, die Vereinsschreibfeder, halten Euch auf dem Laufenden über das, was auf Eurer "Insel" Literaturien vor sich geht. Ob kleine Momente der Freude, große Fortschritte, neue Ideen, Informationen über die kommenden und Berichte über die vergangenen Veranstaltungen - hier lest Ihr davon und kommt mit den beiden Schreibeifrigen ins Gespräch. Wir freuen uns über Eure Gedanken, Vorschläge, Beiträge in Form von Kommentaren. ♥

Zwei Wochen nach dem Ende des Schreibkurses starten wir in die nächste kreative Runde. Ich hing noch tagelang in den schönen Erinnerungen an die geschriebenen Texte, Haikus, Elfchen, Morgenseiten und an unsere finalen Geschichten. Ja, liebe Mandy, ich glaube, wir alle waren überrascht von uns selbst, was solche Tage im geschützten Raum für Ideen, Wörter und Plots in uns hervorzaubern können. Danke für Deine Rückmeldung.

Was meint Ihr, liebe Wortverliebte, schreibt Ihr weiter? Ich möchte so gern immer mal wieder Zeit nutzen in einem gedachten geschützten Raum, um dieses Gefühl erneut zu spüren, wenn nichts wichtiger ist, als Stift und Papier und ich mich wie im freien Fall auf eine entstehende Geschichte einlassen kann. Mich läßt die Idee nicht los, mich, wann auch immer, mit Euch im digitalen Raum zu treffen, um einen Schreibimpuls gemeinsam zu bearbeiten. Ein oder zwei Stunden hätten wir dann ein festes Date. Was meint Ihr?

Jedoch, nun erst einmal auf in die nächste Runde. Eigentlich sind wir ja schon mittendrin. Seit gestern klappern die Nadeln im Salon "Teelöffelchen" um die Wette. Ich stehe immer mal wieder einfach mittendrin, lasse die Vielzahl der Stimmen und die noch größere Anzahl der Wörter auf mich rieseln, fühle mich wie eine stolze und glückliche Mama ob all dieser fröhlichen Gesichter.

Ich hätte nie gedacht, wie vielfältig linke und rechte Maschen sein können, bevor sich dieser Kreis hier gebildet hat. Schon gleich gestern in den ersten Stunden wurden die Termine für das nächste Jahr besprochen, die Neuen sind schon zärtlich aufgenommen worden und die Idee für ein paar Tage Schiffsreise auf einem Strickschiff in 2026 nimmt Gestalt an. Vielleicht sollte ich meine Erfahrungen aus 10 Jahren Reisebüro aktivieren. Das wird ein Spaß.

In unserer Wollstube in Literaturiens Lädchen Lädi L. haben wir das Sortiment mit Bedarf rund um Wolle stark vergrößert. Zierliche, wunderschöne Maschenmarkierer, Motivbeutel, Knöpfe, Scheren, Dekoschleifchen... Das Bummeln macht riesig Spaß. Was mich besonders berührt, ist die wundervolle und bedingungslose Zusammenarbeit mit Steffis und Gudruns Wollshop Südheide. DANKE!!!

Ab Sonnabend kommen nun noch Kreative und Handwerkskünstler aus nah und fern dazu. Wir veranstalten unseren Ersten Kreativmarkt und sind mega aufgeregt. Und vor allem sind wir voller Vorfreude. Ingo kocht seine Buffets wie ein Sternekoch. Am Wochenende werden wir zusätzlich den Grill aufstellen, den Soljankatopf aufheizen und Mecki, unser Holzbackofen, darf endlich wieder zeigen, was er kann. Ohje, das wird alles sooo spannend. Morgen räumen wir für den Markt das Haus um (Ihr wißt, das können wir gut) und genießen frische Luft bei Waldbaden und mit Bierchen in Eulenhausen und bei Laub harken und abends mit Glühwein am Vollmondlagerfeuer.

Am Sonnabend um 11 Uhr starten wir dann den Ersten Kreativmarkt auf der Insel Literaturien. Herzlich willkommen! Schön, wenn Ihr dabei seid!


 
 
 

Noch dreißig Minuten. Ich bin aufgeregt. Und ich freue mich mega auf diese Schreibtage. Es sind Aufgaben dabei, die herausfordern werden, uns aus unserer Komfortzone holen. Andere, bei denen wir uns in Klänge und Farben fallen lassen können. Also dann, Ihr Lieben da draußen, ich bin dann mal weg.

Liebe Grüße Eure Conny


 
 
 

Morgen beginnt mein Schreibkurs. Ganz ehrlich: Ich bin noch nicht soweit.

Mir fehlen noch ausreichend gute Gedanken. Ich fühle mich befangen, als wenn ich ständig mit Handbremse fahre, als wenn ich immer noch innerlich Abstand halte, bin oft im Grübeltal gefangen, fühle mich noch immer ängstlich und auf mich selbst gestellt, obwohl ich für mein unternehmerisches Handeln nicht die Bedingungen bestimmen und den Rahmen abstecken darf, sondern immer mehr bürokratischen Anordnungen Folge leisten muß. Das, was unterm Strich wirklich übrig bleibt, wird immer weniger. Das, was wir an Steuern und Abgaben zahlen, wird für Dinge ausgegeben, mit denen ich oft nicht einverstanden bin. Dazu kommt das tägliche Entsetzen bei jeder neuen Nachricht aus der Welt. Es lähmt mich, denn ich habe keine Ahnung, wer das alles noch unter Kontrolle halten will. An manchen Tagen haben mich diese dunklen Gedanken völlig im Griff. Wie hole ich mir mein Lachen zurück? Woher nehme ich die Kraft, in meinem Kopf wieder Raum zu schaffen für Helligkeit, für Frohsinn, für Fantasie und Visionen? Es sind kleine Schritte, manchmal hinken sie ein wenig. Doch diese Insel ist seit Jahren Garant für Geborgenheit und Harmonie und Zuverlässigkeit.

Dies gilt nicht nur für Gäste und Freunde, sondern auch für uns als Gutshoffamilie. Wir stützen uns, wann immer es notwendig ist. Knicken bei einem die Beine mal ein, ist sofort der andere an der Seite und reicht den Arm. Danke! Dies so schreiben zu dürfen, zaubert mir gerade ein Lächeln auf das Gesicht. So meine ich das, mit den kleinen Momenten. Wenn heute acht frische Brote ihren Duft aus der Küche in das Haus senden, dann ist das Wärme und Heimat. Wenn bei Anreise gedrückt und gelacht und geknuddelt wird, dann blüht die Seele auf. Wenn, so wie gestern, im Salon an jedem Tisch die Stricknadeln, Häkelnadeln, Nähnadeln um die Wette eifern, dann ist das wie Schokoküsse. Wenn bei Abreise gleich wieder neu gebucht wird, dann ist das liebenswerte Bestätigung und Überlebensgarantie. Wenn Olis Mutti Silke mir Bilder aus ihrem Garten schickt, wir ihre Kürbisse und Zucchinis verarbeiten zu leckeren Gerichten, dann bestaune ich die Farbenpracht der Natur und verliebe mich in mein Heimatland MV immer wieder neu.

Vielleicht ist es doch gerade genau der richtige Zeitpunkt, morgen mit einer erwartungsfrohen Gruppe erneut ins Schreiben zu kommen, nachdem wir im April sehr konstruktiv und voller Inbrunst kreative Wortbauwerke präsentierten.

Ich habe mir als Kursleiterin viel überlegt, um gute Gedanken bei allen Schreibenden zu säen, diese gemeinsam zu wässern, damit wir am Ende tolle Geschichten ernten können. Ganz ehrlich: Nun bin ich echt doll aufgeregt und freue mich auf den Start morgen um 14 Uhr. Ich mußte das wohl einfach mal loswerden. Jetzt bin ich soweit.

 
 
 
bottom of page