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Literaturiens Blog

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»Haltet die Uhren an.

Vergeßt die Zeit.

Ich will euch Geschichten erzählen.«

 James Krüss

Conny aus Literaturien, Edelweiss und Euphelia, die Vereinsschreibfeder, halten Euch auf dem Laufenden über das, was auf Eurer "Insel" Literaturien vor sich geht. Ob kleine Momente der Freude, große Fortschritte, neue Ideen, Informationen über die kommenden und Berichte über die vergangenen Veranstaltungen - hier lest Ihr davon und kommt mit den beiden Schreibeifrigen ins Gespräch. Wir freuen uns über Eure Gedanken, Vorschläge, Beiträge in Form von Kommentaren. ♥

Wenn ich jetzt anfange, die Tage des neuen Jahres zu zählen, dann höre ich eben später auf. Silvester ist doch auch nur ein Tag im Kalender.

Mich hat der Winter so richtig eingelullt.

Beim NABU habe ich gelesen, daß ein Winterschlaf kein durchgängiger Tiefschlaf ist von Oktober bis März, sondern es wechseln sich Ruhephasen mit kurzen Wachphasen ab, in denen die Tiere aktiv sind. Solche aktiven Phasen gab es wohl auch bei mir, doch spärlich. Ich bin ein echter Winterschläfer, setze meine Lebensfunktionen auf Sparflamme. Das bedeutet, daß ich mir die Ruhe nehme, dem Tanz der Schneeflocken mit Begeisterung zuzuschauen, mich am Nachmittag neben der Heizquelle mit der Häkelnadel und dem fast fertigen Tuch einzukuscheln, einen ganzen Tag lang zu lesen.

Doch die aktiven Phasen waren natürlich dann auch echt ganz doll aktiv. Da gab es nach dem Öffnen der ersten Adventstür viele schöne Weihnachtsfeiern.

Unsere Mittwochstrickhäkelhandgedingstetruppe ließ sich auf einer erlebnisreichen Weihnachtsfeier von uns führen.

Es war so bunt und fröhlich, daß wir uns nun schon gemeinsam auf den 3. Juni freuen, auf das Sommerfest der Mittwochstrickhäkelhandgedingstetruppe. Gemeinsam wurde in den letzten Tagen die Wollstube erneut aufgepeppt. Noch einmal mehr sieht sie nun einem zauberhaften Wollladen so richtig ähnlich.

Das Angebot ist soooo umfangreich, so daß alle Wollmädels gern lange zwischen den Regalen verweilen, Erfahrungen austauschen, gemeinsame neue Projekte beginnen und ganz schnell noch auf der Treppe im Laden an der Nadel hängen.

Dazu kommen Maxis Erfahrungen am Spinnrad und die stark gewachsene Anzahl an Spinnrädern und Webrahmen, die das Erlebnis rund um den Faden immer abenteuerlicher erscheinen lassen.

In meiner To-Want-Liste war das Ausräumen der zukünftigen Webstube ein sehr großer Punkt. Ich weiß gar nicht, ob ich ohne diesen Punkt auf der Liste den Mut gehabt hätte, damit zu beginnen. Doch nun befindet sich diese Stube bereits gesaugt und mit großen freien Flächen im Endspurt.

Seit Beginn unseres Jahres „In dem wir alle viel Neues lernen“ laufen unsere Kurse fast nahtlos aneinander. Alle sind bisher gebucht worden. Unsere Idee, mit Gleichgesinnten selbst Neues auszuprobieren und sich mal aus der Komfortzone heraus zu bewegen, scheint eine gute Idee zu sein.

Wir haben bereits Brot gebacken,

Socken gestrickt,

Makramee gelernt.

Morgen beginnen die Brettspiele-Tage.

Eine Woche lang haben Torsten und ich eine Auszeit an der Ostsee genossen.

Saßnitz im Winter mit Ausflug auf den Königsstuhl und ganz viel Ruhe und Zeit für gemeinsam sein.

Noch immer fragen wir uns abends, was war an dem Tag besonders schön, sammeln unsere Glücksmomente. Dies ist ein herrliches Ritual geworden.

Meine Worte für den Blog waren allerdings dem Winterschlaf zum Opfer gefallen. Danke an Euch, die einfach jetzt gestupst haben und auf diese Texte warten. Da tat ein wenig schütteln schon mal richtig gut.

Gerade kommt die Sonne hervor und ich werde jetzt im Salon die Mittwochstrickhäkelhandgedingstetruppe voller Freude erwarten. Bine hat frischen Kuchen gebacken, Liane sortiert mit Maxi bereits die neue Ware und die ersten Mädels sind schon hilfreich an den Regalen.  

Langsam und allmählich werde ich Worte sammeln, um sie hier im Blog wieder regelmäßiger zu verteilen. Also Euch allen die Angst genommen: es geht uns gut und wir sind mit voller Kraft, großer Zuversicht und beständiger Ruhe am Start.


 
 
 

“Es wird Weihnachten! Mein ganzes Haus riecht schon nach braunem Kuchen - versteht sich nach Mutters Rezept -, und ich sitze sozusagen schon seit Wochen im Scheine des Tannenbaums. Ja, wie ich den Nagel meines Daumens besehe, so ist auch der schon halbwegvergoldet.” Theodor Storm


Es geht los. Der November hat seine Tür mit einem lauten Knall zugeschlagen.

Mit Dudelsackbegleitung sozusagen.

Was für ein fröhlicher Erster Advent. Am Sonnabend strahlte pünktlich zur Adventslesung der Tannenbaum.

Es war so schön, den ein paar Tage vorher im Wäldchen gemeinsam mit Olis Mutti Silke und Dieter auszuwählen. Danke für einen märchenhaften Nachmittag, für Weihnachtsbaum, köstlichen Kuchen und ein wärmendes Familiengefühl. Andrea und Jens-Uwe bekleideten nun mit Heike den Baum im Salon.

Peter saß später daneben, als wenn der Weihnachtsmann persönlich zu Gast wäre.

Am Lagerfeuer stimmte Elli den Chor an. Der Park schien sich in einen winzigen gemütlichen Weihnachtsmarkt zu verwandeln.

Heute legten wir Türen unter den Weihnachtsbaum. Adventskalender, Naschi von Andrea und Jens-Uwe, ein Tannenbaumkugelherz von unseren Glasbläsern mit Namen. Diese erste Tür widmen wir unserer Gutshoffamilie.

Auf unserem MitarbeiterTag haben wir besprochen, wie es im nächsten Jahr weitergeht. Das Ziel unserer gemeinsamen Reise steht, unser Haus und Hof sind uns Herzensangelegenheiten. Laßt uns gemeinsam Geschichten schreiben, die wir später am Kamin erzählen können.

  

Meine literarische Empfehlung am 1. Dezember: Patricia Kölle, “Ein Engel vor dem Fenster”. Ich mag besonders die Erzählung vom Café Bali. 

Bevor der Winter volle Omme Einzug hält, dürft ihr hier noch einige Herbstimpressionen unserer "Insel" Literaturien genießen.


 
 
 

Wenn der Herbst mit diesen ruhigen klaren sonnigen windstillen Tagen, mit seinem goldenen Laub, den gelben Quitten und roten Äpfeln seinen Fuß in die Tür setzt, dann mache ich sie gaaanz weit auf.

Hallo, Ihr Lieben, wie wirkt dieses letzte Quartal auf Euch? Ich überlege jeden Morgen, ob Frühstück draußen noch möglich ist. Nieselregen über dem Sonnenschirm kann romantisch sein. Ich gehe nicht durch den Park, ich wandele.

Will jeden Moment verinnerlichen. Diese Stille läßt ein klitzekleines bißchen die filigranen Webmuster der Spinnen pendeln. Es ist dieser Übergang von kurzen Ärmeln zur Kuscheldecke. Oft ging es mir in den letzten Jahren so, daß ich mich um diese Zeit total auf November gefreut habe, immer mit dem Blick nach weit vorne. Und dann war bereits, ungeahnt, vierter Advent. Jetzt, wo ich meine To-Want-Liste für das letzte Quartal geschrieben habe, kommt da so eine Energie, eine Klarheit, eine Struktur, so ein Endspurtgedanke hinzu. Allein, die Glücksmomente am Abend mit Torsten zu besprechen, gibt dem Tag einen zusätzlichen Kick. Das macht richtig Spaß. An manchen Abenden habe ich selbst wieder in meiner Liste geblättert und festgestellt, daß ich mich schon richtig auf Höhepunkte, die da noch auf mich warten, freue und gleichzeitig jeden einzelnen Tag mehr nutze, um diese Wünsche erfüllen zu können. Tolles Gefühl. In manchen Gesprächen zu meiner Liste am Telefon oder hier vor Ort bekam ich den Hinweis, das sei doch alles sooo viel, das ist ja doch schon wieder eine Tu-DU Liste. Mag sein. Für jemanden anders. Für mich ist es ein Pool von ausstehenden schönen Erlebnissen. Mit diesem offenen Blick bummel ich auch bei Herbstregen durch den Park und entdecke eine unendliche Farbenpracht.

Als ich begann, Gedanken für diese Liste zu sammeln, hatte ich oft den Stopper im Gehirn, oh das ist nicht richtig, oh das ist bestimmt ein falscher Wunsch, oh dafür reicht bestimmt die Zeit nicht, oh kostet das etwa noch Geld zum Jahresende, oh ist das auch echt nützlich, oh darf ich das offen sagen?  Dann dachte ich mir, wenn ich von Beginn an gar keine Position darüber einnehme, was richtig oder falsch ist, kann ich jedenfalls später bemerken, was funktioniert und was die besten Ergebnisse erzielt hat. Wenn ich nicht reglementiert bin darüber, wie etwas „normalerweise“ zu sein hat, dann kann ich auswählen, wie es ist. Wenn ich nicht von Ängsten zugeschnürt bin, sondern frei in der Betrachtung meiner Situation, dann kann ich sie im nächsten Moment ändern. So gehe ich jetzt einfach mal mit der Liste meiner Wünsche um. Sie macht Lust auf Organisation, auf Effektivität, auf geradeaus. Echt jetzt, der Fernsehen läuft gar nicht erst mehr – hab Besseres zu tun. Loslassen hat plötzlich Sinn, fällt mir sehr, sehr, sehr schwer, hat aber Sinn.

Mal schauen, wie ich mich da entwickeln  werde. Herausforderung angenommen. Vielleicht starte ich nicht nur mit tollen Erinnerungen aus den drei Herbstmonaten in das neue Jahr, sondern auch mit leichterem Gepäck?

Viele Gespräche und Gedanken drehen sich in letzter Zeit vermehrt um das Thema Alter. Wir hatten da so Erlebnisse in diesem Sommer, die später eine eigene Geschichte verdienen. Selbst meine Kinder sprechen mich schon mal so ganz vorsichtig und charmant darauf an. Ja, ich sehe es ein, der Zeitstrahl für Abenteuer in der Zukunft ist kürzer als der Zeitstrahl der Erinnerungen aus der Vergangenheit. Doch mit dieser WunschListe setze ich einen völlig anderen Fokus für mich ganz persönlich, den Fokus auf Kraft, Fröhlichkeit, Vision. Merkt Ihr, wie breit mein Lächeln ist?

Achja, solltet Ihr Lust haben, noch ganz viele andere Wünsche kennenzulernen? Hier geht es zu der Liste von Blogtober. Ich bin die Nummer 111.

 

 
 
 
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