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Literaturiens Blog

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»Haltet die Uhren an.

Vergeßt die Zeit.

Ich will euch Geschichten erzählen.«

 James Krüss

Conny aus Literaturien, Edelweiss und Euphelia, die Vereinsschreibfeder, halten Euch auf dem Laufenden über das, was auf Eurer "Insel" Literaturien vor sich geht. Ob kleine Momente der Freude, große Fortschritte, neue Ideen, Informationen über die kommenden und Berichte über die vergangenen Veranstaltungen - hier lest Ihr davon und kommt mit den beiden Schreibeifrigen ins Gespräch. Wir freuen uns über Eure Gedanken, Vorschläge, Beiträge in Form von Kommentaren. ♥

Aktualisiert: 23. Dez. 2024

Heute vor vierzehn Tagen bin ich abgefahren. Nun, 750km später, ist sozusagen Halbzeit. Es fällt mir schwerer als gedacht, mal eben so am Abend Worte zu finden für dieses Abenteuer. Ja, es ist in der Tat ein grandioses Abenteuer. Danke den vielen Mitreisenden, die mich auf komoot begleiten. Danke meiner Gutshoffamilie, die das ermöglicht. Das gibt ehrlich Kraft, das kann ich euch versichern. Heute habe ich einen Ruhetag eingelegt. Es paßte auch gerade sehr gut, bin nämlich im Kloster Bentlage. Eine wundervolle Anlage. Gleichzeitig ist hier auch die Deutsche Märchengesellschaft zu Hause. Nun habe ich in der ersten Hälfte meiner Reise die Nordsee und die Ems und den Dortmund-Ems-Kanal erfahren. Das war schon sehr spannend und mit viel planerischer Überlegung verbunden. Bis wohin schaffe ich es? Finde ich den Weg? Wie hoch werden die Hügel? Ich kann stundenlang vor mich hin in die Pedale treten, werde nicht müde dabei, auch mein Hintern hält zu mir. Aber Hügel, gar Berge, nein -Rosinante und ich, wir sind uns einig: in solchen Situationen radwandern wir. Schauen wir also, was es in der zweiten Hälfte meiner Reise zu erleben gibt. Morgen biege ich von der Ems ab und schaue mal bei den Holländern vorbei. Dann wird es sich zeigen, welcher Weg sich unter Rosinantes Reifen legt. Ich folge ihr.

Wer Lust hat zu schauen, der bekommt hier noch eine kleine Zusammenfassung der Etappen seit meiner letzten Speichenpost.

Von Jever nach Spiekeroog

Von Spiekeroog nach Norden

Von Norden bis zu Mica, kurz vor Emden. Mica, Torstens Schwester, und ihr Mann Arend haben uns so sehr verwöhnt. Und ich habe mich riesig gefreut, daß mein Torsten gekommen war. Danke, Familie.

Von Mica bis Papenburg

Von Papenburg bis Meppen

Von Meppen bis Kloster Bentlage (Rheine)

Heute Ruhetag.

Gute Nacht

Eure Conny

 
 
 

 
 
 

Da ich hier unterwegs so wenig Gepäck wie irgend möglich mitgenommen habe (Die Fiven waren spät am Abend vor Abreise auf eine vierwöchige Tour Zeuge, wie Conny begann, ihre zwei Satteltaschen zu packen), gibt es also außer Handy auch keine Technik. Eine Kladde ist natürlich dabei.

Also erster Tag bis Mädel Yvonne nach Schwerin. Danke Dir!!!!!

Zweiter Tag bis zu Mädel Bärbel nach Gresse.

Danke dir!!!!!

Dritter Tag erstmals in die Fremde bis Kirchwerder in die Pension Vierländerei, die sich im Gebäude einer über hundertjährigen Bäckerei befindet.

Der Tag darauf mit weniger Kilometern war auch wichtig, denn gewohnt bin ich das Radeln mehrere Tage hintereinander wirklich nicht. Einen Abstecher zur Riepenburger Mühle wollte ich dennoch. Mühle eben. Zwar geschlossen, jedoch war das darin befindliche Café Molina eine Pracht. Zauberhafte junge Leute bedienten, die Plätze füllten sich mit sooo vielen Rennradlern. Eine tolle Stimmung über den ganzen Mühlenhof hinweg ließ mich dort einfach sitzen und genießen. Am Ende war ja auch das Ziel, das Deichnest in Ochsenwerder, gar nicht weit entfernt.

Rosinante wurde am nächsten Morgen, am Sonntag, von einer überglücklichen Conny um 6 Uhr geweckt. Ich freute mich so sehr auf die Tour rein nach Hamburg, durch die HafenCity und durch die Speicherstadt. Der Regenguß begann, als mein erster Fuß auf der Pedale stand. Unterwegs regnete es bloß noch. Doch blauer Himmel riß auf, als ich am Schiff ankam. Die Tour war dennoch ein Genuß. Stell Dir doch mal vor, liebe Euphelia, Conny aus Literaturien rollt auf fast menschenleeren Straßen in das riesige Hamburg hinein. Ich bekomme schon wieder Gänsehaut.

Nach Ankunft in Cuxhaven gegen 11.15 Uhr begann meine eigentliche Tour mit Ziel in Bremerhaven. Meine Koje steht auf dem Schulschiff Deutschland im Neuen Hafen. Danke, liebe Maxi, für dieses einmalige Quartier. Mein Pott Kaffee und Buch und Sonne und Zeit heute morgen um 8 an Deck, den Seglern beim Schleusen zuschauen, der Wilhelm Humboldt beim Einlaufen und Anlegen

gegenüber zujubeln. Wahnsinn.

Für morgen steht fest, daß ich weiter fahre und Rosinante gegen 6 Uhr wecke, damit wir vor dem Wind sausen. Wo mein Bett morgen abend steht? Keine Ahnung. Ein neuer Abschnitt meiner Reise beginnt.

Rollende herzliche Grüße, Dir meiner lieben Euphelia, paß bitte ganz doll auf die Gutshoffamilie auf und bleib neugierig.

Deine Conny




 
 
 
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