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Literaturiens Blog

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»Haltet die Uhren an.

Vergeßt die Zeit.

Ich will euch Geschichten erzählen.«

 James Krüss

Conny aus Literaturien, Edelweiss und Euphelia, die Vereinsschreibfeder, halten Euch auf dem Laufenden über das, was auf Eurer "Insel" Literaturien vor sich geht. Ob kleine Momente der Freude, große Fortschritte, neue Ideen, Informationen über die kommenden und Berichte über die vergangenen Veranstaltungen - hier lest Ihr davon und kommt mit den beiden Schreibeifrigen ins Gespräch. Wir freuen uns über Eure Gedanken, Vorschläge, Beiträge in Form von Kommentaren. ♥

Euphelia ist noch ganz gerührt. Connys Papa Heinz spielte Akkordeon im Park, Torsten grillte Bratwurst. Es gab Soljanka, hausgebackenes Brot mit Kräuterquark und Mamas Schmalztopf. Der Regen war gerade vorübergezogen, die Luft so lau wie im Frühling und das Lagerfeuer brannte lichterloh. Drumherum standen wundervolle Menschen, ohne die der erste Advent im Gutshotel kaum denkbar wäre. Lotti und Bruno, nun erwachsene charmante junge Menschen, hatte Conny bereits als Kleinkindern vorgelesen. Ihre Oma Elke entspannt sich am besten in der Bücherscheune, immer auf der Jagd nach ganz ausgewählten Schätzen.

Seit so vielen Jahren ist dieser Abend vor dem Entzünden der ersten Kerze im Adventskranz ein sehr besonderes Ritual. Danke allen unseren Gästen für ihre Treue. Am Nachmittag hatte Conny lange mit einem glücklichen, liebevollen Lächeln den Salon beobachtet. Alle Sofas waren belegt. Sie lasen, erzählten, strickten, bastelten, tauschten Erinnerungen aus oder lernten sich neu kennen. Barbara schrieb voller Freude mit Tinte und Glasfeder, Mona zeigte verschmitzt ihre frechen bibliophilen Socken. Juliane gestaltete ein Fotobuch für ihre Kinder, Ute und Wilhelm ihre Zeitung. Bei Carola lugte ein Ärmel aus dem Strickbeutel, dem noch die letzten Reihen angeklappert wurden, während die fertige Jacke, an der dieser Ärmel  schon angenäht war, bereits auf das stolze Vorzeigen wartete. Bärbel las ein Buch und hatte Kopfhörer auf den Ohren. Conny fand das sehr effektiv. Da liest sie ein Buch und hört gleichzeitig ein Hörbuch. Was man da doch alles schaffen kann, dachte sie. Torsten und Heike präsentierten nach einer Wahnsinns-Aktion einen umgebauten, mit einer neuen Bücherwand gestalteten Garten-Salon. Dieser wurde sogleich mit unseren Lobis, unserer total liebenswerten Mädelsrunde, eingeweiht. Unsere Jäger feierten nicht nur Weidmanns Dank, sondern auch Geburtstag.

Euphelia schaute auf das Gewusel und spürte voller Wärme die Freude der Gastgeber, die bereits tagelang dekoriert hatten, als ob es kein Morgen gäbe.

Ein offenes Schmunzeln konnte Euphelia nicht verbergen, als Norbert und Christiane bei einem Blick in Connys Büro ausriefen: Oh, Conny, zum Glück wie immer. Conny lachte schallend, der Weg zum Schreibtisch war immerhin noch frei. Doch in den Zeiten von Advent (oder auch sonst) muß alles, was noch gebraucht wird (Conny kann immer noch alles gebrauchen) im Büro zwischengelagert werden. Ihr Büro ist eben immer offen, überfüllt mit Dingen und strahlt eine liebevolle Art von Gemütlichkeit aus.

Schon zum fünften Mal läutet Euphelia die Adventszeit als Hausschreibfeder ein. Sie ist sehr stolz darauf, so lange schon diese Aufgabe erfüllen zu dürfen und dankbar dafür, daß ihre Beiträge noch immer Würdigung erfahren.

Natürlich ist auch Euphelia ungeduldig auf die Bekanntgabe der Veranstaltungen im kommenden Jahr. Der Januar wird schon fleißig gebucht. Das ermutigt Conny, sich nun den nächsten Monaten zu widmen. Das Jahr der Lebenslust – ein Vierteljahrhundert voller Stolz und Dankbarkeit nähert sich mit großen Winterstiefeln. Die Gäste wünschen, fordern, drängeln, spekulieren, hoffen. Achja, das ist schon echt aufregend und ein herrliches Gefühl, daß so viele gespannt sind auf die Dinge, die da kommen. In den letzten Jahren gab es Neuigkeiten und Informationen hinter täglich sich öffnenden Adventskalendertüren. Das wird Euphelia in diesem Jahr wohl nicht schaffen, doch so manch eine Tür wird sie aufschließen für Neugierige und Interessierte.

 
 
 

Aktualisiert: 24. Dez. 2024

Euphelia hat auf diesen Tag voller Ungeduld gewartet. Eine ganze Weile schon wechseln sich bei Conny Explosion und Implosion der Ideen und Visionen für den Winter und das kommende Jahr ab. Manchmal wird sie durch den Tag getragen von Courage und Motivation, an anderen Tagen lasten die Selbstzweifel und Ängste vor der unsicheren Zukunft schwer auf ihren Schultern. Doch an diesem Morgen stand sie am Fenster ihres Frauenzimmers, bewunderte einen wundervollen, farbenfrohen Sonnenaufgang, gab sich einen Ruck, stampfte mit dem Fuß auf und rief der Tanne vor ihrem Fenster voller Inbrunst zu:

„Jo, wir machen das. 2023 – das Jahr wird verrückt, spannend, interessant, vielseitig, grandios, fröhlich, liebevoll, intensiv und wunderschön.

2023 – Das Jahr der Lebenslust

Ein Vierteljahrhundert voller Stolz und Dankbarkeit.“

Es gilt herauszufinden, was in den Jahren der vollen Veranstaltungskalender (diese gab es mehr als zehn Jahre) der Gutshotelfamilie selbst am meisten Spaß bereitet hat. Mit den Höhepunkten werden sie dem kommenden Jahr ihren ganz eigenen Stempel aufdrücken, in der Hoffnung, viele Gäste zu inspirieren, die Aufmerksamkeit auf ein tolerantes Miteinander zu lenken. Mit unterschiedlichsten Veranstaltungen möchten sie einen farbenfrohen Blumenstrauß in den Alltag bringen, voller Stolz auf Erreichtes und voller Dankbarkeit für das Gemeinsamsein, für die Treue, für die außergewöhnliche Hilfe, für das Vertrauen der Menschen, die die Insel Literaturien besuchen, lieben und zu ihrem Sehnsuchtsort auserkoren haben. Die Gutshotelfamilie wird wieder Risiken wagen, so, wie sie es immer getan hat. Sie wird große Ideen in die Welt setzen und neue Projekte in Angriff nehmen. Sie wird Rituale aufleben lassen. Vor allem aber wird sie sich sehr empathisch um die Wünsche und Sehnsüchte der Gäste hier auf der Insel Literaturien kümmern. Doch zurück zum Vollmond von heute um 22.55 Uhr. Conny will die Kraft, die Inspiration dieses Mondes im Zeichen des Widders nutzen, um schon im letzten Quartal dieses Jahres den Probelauf zu starten. So viele Anrufer in den letzten Wochen hat sie vertröstet. Noch fehlte Klarheit, Sicherheit und Selbstbewußtsein. Welchen Weg sollen sie durch die Klippen nehmen, die sich mal wieder links und rechts des Fahrwassers auftürmen? Da sind die Kosten für den Wäschedienst plötzlich doppelt so hoch. Da explodieren die Getränkekosten parallel zu Öl und Strom und Butter. Dennoch sind jetzt die Würfel gefallen, ein Bild mit einer klaren Vision ist entstanden und wurde von Conny heute bei Vollmond am Lagerfeuer manifestiert. Bis zum 20. Dezember werden sie gemeinsam alle Gäste liebevoll wie immer verwöhnen. Der erste Advent ist bereits ausgebucht. Doch danach sind noch Zimmer frei. Das Bücherhotel wird strotzen vor lauter adventlicher Gemütlichkeit. Es wird dekoriert, als gäbe es kein Danach. Plätzchenrezepte wurden gesammelt, Brot will gebacken werden, Bratapfelduft zieht dann durchs Haus. Auch Weihnachtsfeiern aus der Region werden möglich sein. Individuelle Programme sind das Markenzeichen der Gutshotelfamilie. Dazu gehören die traditionellen Lagerfeuer, Laternewanderungen, literarische Hausführungen und liebevoll kreierte Weihnachtsmenüs. Das Weihnachtsfest selbst werden alle Mitarbeiter komplett zu Hause genießen. Sie haben es in den letzten beiden Jahren lieben gelernt und waren hier im ganzen Jahr ständig voller Verantwortung und Hingabe zur Stelle, wenn sie gebraucht wurden. Dafür sei jedem einzelnen von Herzen Dank gesagt. Ab 28. Dezember öffnet das Hotel wieder seine Türen. Es gibt keine klassische Silvesterfeier, sondern ein verspieltes, geselliges Miteinander. Wer mindestens drei Nächte bleiben möchte, ist herzlich willkommen, egal, wann er anreist. Spiele, Wanderungen, Küchenparty, MeckiEvent, Filmstunden, Tischtennis, Boccia, Eulenhausen, Schlammbowle und Lagerfeuer um Mitternacht mit Sekt und Pfannkuchen sind Garantien für gemütliche Geselligkeit und einen märchenhaften Start in das neue besondere Jahr. Der Januar ist bereits sooo gut vorgedacht. Euphelia wartet nur auf ein Zeichen, dann läßt sie ihrer Tinte freien Lauf. Schon jetzt sucht sie in allen Archiven Fotos aus den letzten Monaten 1998. Wer war zu der Zeit schon mal hier und kann welche beisteuern? Auch Erinnerungen aus genau dieser Zeit braucht Euphelia.


 
 
 

Euphelia fühlt sich wie auf dem Tennisplatz. Conny sprintet schon die ganze Zeit hin und her. Frühstücksdienst im Salon, Telefon, Rezeption. Da kommt richtig Wind auf, wenn sie durch “ Zwischen den Zeilen“ fegt. Auf dem Buffet hat Euphelia Äpfel, Pflaumen, frischen Obstsalat entdeckt. Olis Mama Silke hat jetzt Erntehoch und verwandelt hier das Kühlhaus in einen Wochenmarkt. Danke, liebe Silke, für diese Wahnsinnsarbeit. Kürbis aller Art, Äpfel, Pflaumen, Weintrauben, schwarze und rote Tomaten, Champignons und und und freuen sich auf die weitere Verarbeitung.

Da unser Ingo in den letzten zwei Wochen unbedingt bei 30 Grad im Schatten Palmen zählen wollte, was wir ihm sehr gegönnt haben, blieb dieser regionale Frischekick auf Bines Schultern liegen. Wir konnten unterstützen, doch Bine und Doris haben diese Zeit zu zweit in der Küche bei gut gefülltem Hotel mega heldenhaft absolviert. Conny ist total begeistert, die Gäste noch viel mehr. Zur selben Zeit hütet Pia ihr Bett, bevor es ihr jemand wegnimmt. Gute Besserung, liebe Pia. Da waren es schon wieder nur noch sieben. Doch das führt noch einmal mehr dazu, daß zwischen diese Gutshotelfamilie kein Blatt Papier paßt, so fest halten sie zusammen. Heute durfte Conny eine sehr außergewöhnliche Funktion übernehmen. Für die Gruppe vom Rocky Hill war sie Wanderführerin.

Da sie ja extra mit dem Fahrrad die Strecke erkundet hatte, kannte sie wenigstens den Weg. Aber zu Fuß ist ja nochmal eine andere Nummer. Alle kamen jedoch glücklich, erschöpft und zufrieden wieder an. Sogar ihr kindliches Gemüt konnte sie unterwegs ganz locker weitergeben. Danke an die Rockys für das Vertrauen.

Natürlich durfte Torsten wieder den Shuttle fahren. Diesbezüglich möchte Euphelia ganz heimlich ausplaudern. Pssst, die beiden haben sich heute vor 19 Jahren erstmals wiedergetroffen, nachdem sie sich davor 20 Jahre nicht gesehen hatten. Beide möchten keinen einzigen Tag dieser 19 Jahre missen.

 
 
 
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