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Literaturiens Blog

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»Haltet die Uhren an.

Vergeßt die Zeit.

Ich will euch Geschichten erzählen.«

 James Krüss

Conny aus Literaturien, Edelweiss und Euphelia, die Vereinsschreibfeder, halten Euch auf dem Laufenden über das, was auf Eurer "Insel" Literaturien vor sich geht. Ob kleine Momente der Freude, große Fortschritte, neue Ideen, Informationen über die kommenden und Berichte über die vergangenen Veranstaltungen - hier lest Ihr davon und kommt mit den beiden Schreibeifrigen ins Gespräch. Wir freuen uns über Eure Gedanken, Vorschläge, Beiträge in Form von Kommentaren. ♥

Aktualisiert: 23. Dez. 2024

Euphelia hatte gestern genau hingehört. Wohl schon zum dritten Mal wurde Torsten nach dem Wetter für morgen gefragt. Nicht, daß Conny die Antwort immer wieder vergißt, nein, sie hört dabei einfach schon gar nicht mehr hin. Ganz persönlich interessiert es sie überhaupt nicht, jedoch könnte es wichtig für bestimmte Vorhaben der Gäste sein, für den Mecki, für ein Lagerfeuer, für Hinweise bei den Fragen nach Ausflugszielen. So kommt es, daß Torsten ihr oft vielmals am Tag geduldig die gleiche Frage beantwortet: „Wie wird das Wetter morgen?“ Euphelia hörte was von starkem Wind. Das scheinbar hatte Conny sich gemerkt. Gleich nach Sonnenaufgang, den sie im Nachthemd am offenen Fenster in ihrer Amalia fasziniert beobachtet hatte, ging sie bei Windstille nach Eulenhausen. „Nimm dir einen Pott Kaffee mit! Ich mach dir.“ rief Pia ihr zu. Conny hatte sich diesen Spaziergang vor dem Checkout, vor dem Frühstück, schon so oft vorgenommen. Doch genau heute war es ihr besonders wichtig, Zeit ganz für sich und ihre Erinnerungen zu haben.

Sie fühlte sich mit ihrem heißen Kaffee in der einen Hand, einem Apfel aus der sanierten Ruine in der anderen, den Jahren der allerersten Schritte in Groß Breesen und den heutigen Empfindungen gleichermaßen nahe, den Kranichen, den Obstbäumen, dem Himmel, dem Tau, der Windstille, ganz vertraut, ganz leicht. Atmen, gaaanz tief atmen, lächeln, bewußt die Umgebung wahrnehmen. Manchmal braucht es gar nicht mehr, um innerlich so richtig warm und glücklich zu sein. Keine Gedanken an gestern, an morgen. In die Runde schauen und mit den Wolken die Gedanken an sich vorbei ziehen lassen.

Sogar einen langsamen Rundgang durch den Gutspark gönnte sie sich anschließend noch, saß (mit dem zweiten heißen Kaffee) auf der Bank am großen Ausguck.

Langsam, ganz langsam bewegten sich die ersten Blätter in den hohen alten Bäumen.

Und dann, später, als wenn jemand den Schalter umgelegt hätte, nahm er Fahrt auf. Warm zwar, jedoch mit immer stärkerem Brausen kam der Wind aus Südwest. Conny setzte sich in den Park und tat nichts. Nichts. Einfach nur sitzen, schauen, hören, wundern, atmen, lächeln, sich verzaubert fühlen. Das Glück genießen, diese Insel Literaturien hüten zu dürfen.


 
 
 

Euphelia ist bereit, diesen Sommer zu beenden und in einen zauberhaften Herbst hinüber zu gleiten. Das macht sich viel leichter, wenn sie dabei im Park sitzen kann, durch die Bilder der vergangenen Wochen bummelt und gedankenverloren den Wolken beim Ziehen zuschaut. Da ist dieser warme Wind, der gerade die Temperaturen der letzten Wochen vereinigt mit dem leichten Hauch des kommenden Herbstes. Rundherum ballern die Kastanien, wer darunter sitzt, sollte Helm tragen. Conny ist ganz begeistert von ihren uralten Kastanienbäumen, die noch immer voller grünem Laub der Miniermotte trotzen.

Als sie im September ihre zwei Radtouren unternahm, hat sie schon viele braune, fast laubfreie Kastanienbäume am Straßenrand gesehen. Hier spüren die Bäume Liebe und Seele, sie stehen am richtigen Ort.

Eine Radtour führte Conny im September nach Wismar mit 83 km und eine Tour nach Alt Schwerin mit 53 km.

Sie genießt allein schon das Losfahren, den ersten Wind in den Haaren und den lauten Schrei (frei nach Ronja die Räubertochter) in der ersten Kurve. Und natürlich genießt Conny auch das Abholen, wenn Rosinante von Torsten für die Heimfahrt verladen wird.

Yvonne meinte ja, sie ist in Vorbereitung der Tour de Mannheim. Naja, so ganz kann sie es nicht leugnen. Am 15. Mai 2024, und damit ist es nun offiziell, lacht sich Euphelia ins Federchen, wird Conny ihre Fahrradtour durch Deutschland starten. Vier Wochen von Groß Breesen in Richtung Süden, immer irgendwie am Wasser entlang. Wenn auch Start und Richtung feststehen, so wird sie ihre Route sicher von Tag zu Tag ändern, je nachdem, wie oft sie sich verfährt. Egal. Der Weg ist das Ziel.

Übrigens, liebe Edelweiss, dank eines Fotos von Conny und Heidi kann nun auch Deine Frage aufgelöst werden.

Bei den Gedanken an Eulenhausen träumt Euphelia schon wieder seelig vom Vollmond am vergangenen Freitag.

An dieser Stelle möchte sich Euphelia mal ganz laut bei Simone und Melanie bedanken. Sie weiß gerade keine genaue Zahl, jedoch sind es schon soooo viele Vollmonde, seitdem zu jedem ein Päckchen, ein Brief, eine Überraschung bei Conny eintrifft. Wie haltet Ihr das durch, Mädels? Conny ist jedesmal total begeistert. Danke Euch!!!!

Schon Donnerstag verlebte Conny den Vollmondabend mit Kathrin, Nannette und Heike anläßlich eines kleinen Junggesellinnenabschieds auf dem Bahnsteig. Das war sooo romantisch, als sie eingewickelt in Decken bei einer zauberhaften meditativen Trommelmusik dem Lauf des Mondes folgten.

Dieser Abend hat Conny so gut gefallen, daß sie schon überlegt, welcher Anlaß der nächste für so ein Erlebnis sein könnte. Sicher wird sie irgendeinen Abend im Advent noch einmal so begehen.

Mit September-Ende feierten sie hier die letzte Hochzeit für dieses Jahr. Danke für das Vertrauen an das Brautpaar. Conny gönnt sich heute ein paar Stunden einfach so im Hier und Jetzt.

Sie feiern ein Vierteljahrhundert, davon sind nun schon drei Viertel vorbei. Doch diese neun Monate waren zu recht voller Stolz und Dankbarkeit. Heike hält schon viel länger mit Fotobüchern fest, was Euphelia mit Worten beschreibt. Danke Heike, diese Alben seit 14 Jahren sind ein Riesenschatz für das Bücherhotel.

Wer auch immer Lust hat, diesem besonderen Jahr Erinnerungen, Anekdoten oder Bilder hinzuzufügen, der sei hierzu gern liebevoll aufgefordert. In dem dicken Buch auf dem runden Tisch im Wohnzimmer sammeln sie bereits das ganze Jahr und werden ein sehr besonderes Journal daraus basteln.

Natürlich sind diese Erinnerungen immer verbunden mit den Jahren des Anfangs, als außer Conny nicht wirklich jemand eine Vision für diesen Ort hatte.

 
 
 

Aktualisiert: 23. Dez. 2024

Euphelia beruhigt sich ein wenig. Wenn nun heute endlich Kapitel 1 und 2 geschrieben werden, ist sie bereit, sich mit ihrer schreibenden Hand zu vertragen. Wobei!!! Halt! Nur unter der Bedingung, daß all die anderen Höhepunkte aus August nicht mehr aufgeschoben werden. In 100 Tagen kommt der Weihnachtsmann, dann will niemand mehr über den vergangenen Sommer reden. Also, Kapitel 1 folgt nun. Die Prinzengruppe hatte einen Termin in Gülzow bei der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe.

Conny war neugierig geworden bei den Themen klimaangepaßtes Waldmanagement, Moor, Biogas und andere. Da auch diese Fachagentur ein altes Gutshaus saniert hat, paßte es gleich doppelt in ihren Plan.

Seit 1993 wird in Gülzow geforscht und werden vor allem weltweite Forschungsprojekte fachlich und administrativ betreut. Die Prinzengruppe wurde an diesem Tag von Dr. Torsten Gabriel betreut und war nachhaltig beeindruckt von der Vielzahl, der Brisanz der Projekte und von der Kompetenz und Leidenschaft des Vortragenden.

Vielen Dank, lieber Torsten, für die klar verständliche Öffnung vieler geistiger Türen. Und danke für den immer wiederkehrenden Bezug zum kleinen Prinzen.

Die Gruppe hat sich total willkommen gefühlt. Mit großem Interesse hingen alle an deinen Lippen und hätten sich noch stundenlang weitreichende Zusammenhänge erklären lassen.

Es gibt eine Fortsetzung, versprochen. Fragen werden bereits gesammelt.

Von Gülzow aus fuhr man bis kurz vor Tarnow. Wieder einmal wurde in einen Feldweg abgebogen, welcher immer, immer schmaler wurde und in einer Sackgasse endete. Hier erwartete sie das Paradies.

Schade, daß es keine Aufnahmen gibt, wie allen gleichermaßen der Mund vor Staunen offenstand. Mit einem warmherzigen Lächeln wurde die Prinzengruppe von Christiane Müller in ihrer Gartenschule Tarnow begrüßt.

Es war ein wundervoller Sommertag, der sofort zu kalter Gurkensuppe einlud.

Man saß, redete, aß diese wohlschmeckende, erfrischende Suppe, und konnte sich an der Üppigkeit der Blumen, Arrangements, Beete, Blüten, Gräser gar nicht genug ergötzen. Auf einem umfangreichen Rundgang erfuhren sie so viele kleine Begebenheiten, so schöne Plaudereien aus dem Nähkästchen und soooo viele fachliche Informationen.

Ach, Christiane, es war einfach nur von Herzen schön, herrlich spannend und entspannend zugleich.

Tausend Dank. Nach köstlichem Kuchen mußte sich schweren Herzens verabschiedet werden, nicht ohne das Versprechen auf ein Wiedersehen.

Vielleicht klappt es ja schon zum Rosenseminar, welches am 20. und 21. Oktober stattfindet. Conny hat richtig Lust darauf. Wer noch?

Ja, denkt sich Euphelia, ein wenig schwermütig ist sie ja nun doch. Nun ist also die Tour vom kleinen Prinzen wirklich Geschichte. Aber hier im Buddelbuch ist sie gut aufgehoben und kann zum 50. Jahrestag wiederholt werden.


 
 
 
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