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Literaturiens Blog

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»Haltet die Uhren an.

Vergeßt die Zeit.

Ich will euch Geschichten erzählen.«

 James Krüss

Conny aus Literaturien, Edelweiss und Euphelia, die Vereinsschreibfeder, halten Euch auf dem Laufenden über das, was auf Eurer "Insel" Literaturien vor sich geht. Ob kleine Momente der Freude, große Fortschritte, neue Ideen, Informationen über die kommenden und Berichte über die vergangenen Veranstaltungen - hier lest Ihr davon und kommt mit den beiden Schreibeifrigen ins Gespräch. Wir freuen uns über Eure Gedanken, Vorschläge, Beiträge in Form von Kommentaren. ♥

Aktualisiert: 23. Dez. 2024

Euphelia kann es kaum fasssen, daß schon wieder ein neuer Monat beginnt. Nachdem sie gestern einige wenige Tropfen Tinte abgeben konnte, weil Edelweiss sie an das Meer gelotst hatte, kam am Abend von Yvonne EIN Wort als Stichpunkt. Sofort schwelgte sie in Erinnerungen und stellte dabei fest, wie sehr die Überraschungsreise „Auf den Spuren des kleinen Prinzen“ Conny und ihre Mitreisenden beeindruckt hat. Das Stichwort von Yvonne hieß:

FUCHS.

Jeder, der am letzten Abend auf dem Bahnsteig dabei war, spürt die Gänsehaut, da ist sich Euphelia ganz sicher.

Es lagen drei großartige Ausflugstage hinter den Mitreisenden, die auf den Spuren des „kleinen Prinzen“ Kleinode kennenlernten, die sie alleine wohl kaum gefunden hätten. Am letzten Abend versammelten sie sich nach dem Abendessen auf dem Bahnsteig in Eulenhausen, weil der Sonnenuntergang bewundert werden wollte.

Wenn auch Eulenhausen größer ist, als der Heimatplanet B612, EIN Sonnenuntergang sollte doch möglich sein. Sie nahmen Platz – alle mit Blick in Richtung Westen.

Der Freiluft – Film hielt, was er versprach. Der Himmel verfärbte sich grandios, der Wind streifte über das Land wie ein Hauch.

Doch damit nicht genug.

Plötzlich hob Conny völlig sprachlos ihren Arm und zeigte hinüber über das abgemähte Weizenfeld. Ja, richtig, Weizenfeld – egal, ob schon abgemäht – Weizenfeld eben. Und da schritt wahrhaft sehr majestätisch und ganz langsam ein großer Fuchs über das (abgemähte) Weizenfeld.

Conny schloß die Augen und kniff sich. Augen wieder auf – der Fuchs war noch da. In echt – und doch wie ein Traum.

Wie gebannt schauten alle in die gleiche Richtung. Euphelia weiß ganz genau – da kann kein Kino mithalten. Und als dann Horst sein Tagebuch der letzten Tage, welches er als Geschichte verfaßt hatte, sogar unter einem roten Abendhimmel vorlas, wurde dieser Abend perfekt.

Gerade liest Euphelia im Kapitel mit dem Fuchs.

Euphelia versteht klar und

deutlich, warum Conny und ihre Gutshotelfamilie den Mindestaufenthalt im nächsten Jahr auf drei Nächte festgelegt haben. Sie möchten sich vertraut machen mit den Menschen, die ihren Gutshof besuchen. Sie möchten sich über gemeinsame Erlebnisse freuen und austauschen können. Sie möchten Zeit haben für ein Miteinander, damit den Gästen es überhaupt möglich ist, diese Insel Literaturien in sich aufzunehmen, Erholung, Ruhe, Harmonie zu spüren.

Danke, liebe Yvonne, für den Fuchs.


 
 
 

Aktualisiert: 23. Dez. 2024

Euphelia beobachtet Conny bei einem Gang durch den Park. Schon eigenartig, ihr Blick bleibt nicht wie sonst an jeder Blüte liebevoll und achtsam hängen, sondern irrt umher. Sie geht zum Wörterbaum. Die Wörter darin auf ihren kleinen Schildchen sind seit dem Schreibkurs noch immer gut lesbar.

Kann es wirklich sein, daß ihr die Wörter ausgegangen sind? Den ganzen Monat August hat Conny mit so vielen Menschen geredet, daß Torsten schon vom Hinhören ganz schwindelig wurde und er manches Mal auf den Rasenmäher sozusagen flüchtete.

So viele Worte würden bei ihm für ein ganzes Jahr reichen, meinte er kopfschüttelnd. Nun hat Conny ihre scheinbar auch versprudelt. Euphelia fallen Zeilen aus einem Gedicht von Heinrich Heine ein. „Am leuchtenden Sommermorgen Geh ich im Garten herum. Es flüstern und sprechen die Blumen, Ich aber, ich wandle stumm.“

Dabei steht Euphelia die Tinte bis zum Hals. Doch ohne Anweisung und ohne schreibende Hand kann sie sich nun mal nicht in ihrem kleinen silbernen Stiefel bewegen. Wenn ihr bloß ihre Freunde, die anderen Schreibgeräte, helfen würden! Gebt Euphelia bitte mal ein Stichwort, was für Erlebnisse diesen Monat August so schnell werden ließen, daß er, kaum begonnen, nun schon wieder beendet ist? Bitte, liebe Schreibgeräte, helft Euphelia, sie ertrinkt in Tinte!

Wow, schon gab es eine erste Antwort. Danke!

Ohja, liebe Edelweiss, was für eine schöne Aufforderung für das Buddelbuch. Die HanseSail ist wirklich ein Höhepunkt in jedem Jahr für ganz Mecklenburg-Vorpommern.

In diesem Jahr waren Conny und Torsten und Cookie, gemeinsam mit vier Kindern dabei. Sie hatten keine Ausfahrt gebucht, sondern ließen sich einfach in den Trubel fallen. Ganz clever beobachteten sie den Corso der vorbeiziehenden Schiffe von Markgrafenheide aus. Das war ein echter Höhepunkt des Tages. Im nächsten Jahr werden Conny und Torsten mit allen, die Lust dazu haben, wieder zur Hohen Düne fahren, Campingstühle und Picknick mitnehmen und einfach in aller Ruhe zuschauen und den Schiffen zuwinken. Wann genau? Am Freitag, 9. August 2024, am Vorabend vom Vereinsfest in Eulenhausen.


 
 
 

Aktualisiert: 23. Dez. 2024

Euphelia ist ganz zappelig. Wo sie auch hinschaut, überall liegen Sätze, die unbedingt aufgeschrieben sein wollen. Doch wo bloß ist der rote Faden, der den Sätzen eine Richtung gibt? Euphelia könnte einfach mit dem JETZT beginnen und ausprobieren, wo das hinführt. JETZT sitzt Conny gemeinsam mit ihren Kölnern im Bus, unterwegs zurück ins Bücherhotel. Sie waren heute in Stavenhagen im Fritz-Reuter-Literaturmuseum, haben so viele interessante neue Informationen über diesen außergewöhnlichen und in der Tat weltbekannten Dichter bekommen.

Gräfin Verena Hahn konnte mit ihren Erzählungen und der Pomeranze alle in ihren Bann ziehen.

Conny ist zudem wieder einmal völlig entzückt von den Blicken in die hügelige Weite, von den kleinen Seen und großen Feldern. Gern möchte sie mit ihrem knallroten Fahrrad Rosinante mal wieder durch das Land streifen, sich die Hügel hochquälen und auf der anderen Seite jauchzend hinabrollen, dabei der Natur ganz nahe sein und dieses Wahnsinnsgefühl von Freiheit spüren.

Bald. Ganz bald. Jetzt sitzt sie im Bus, schaut von hinten in der letzten Reihe warmherzig auf ihre Kölner, die bereits eine Woche lang ein interessantes Programm erleben durften. Conny hat alle Touren geplant, fast alle begleitet und war so richtig in ihrem Element.

Wildpark in Güstrow

Maennerhobby

Der Höhepunkt für sie selbst und auch für ihre Kölner war die Besichtigung im Schloß Schwerin. Ein kugelrundes riesengroßes Dankeschön an Yvonne Ben Araar für die Organisation dieses einmaligen Erlebnisses. Liebe Yvonne, der größte Dank kam am Abend von einer Dame der Rollatoren-Gang in Form des Satzes:“ Daß ich das noch erleben durfte, wo man mir doch sonst immer sagt, das oder das geht nicht mehr. Ich war wirklich auf einem Dach, Conny, stell dir das mal vor.“

Euphelia hatte genau gesehen, wie Connys Augen feucht wurden bei der Umarmung. Ja, genau das ist ihr Lebensinhalt – den Menschen Erlebnisse und Abenteuer zu schenken, die sie in ihrem Herzen als Akku mit nach Hause nehmen können. Das sind manchmal diese kleinen Verwöhnmomente im Haus oder im Park, winzige Gesten, Umarmungen oder Überraschungen, die ein Lächeln auf das Gesicht zaubern. Oder eben solche Abenteuer, wo sich Conny ihre kindliche Naivität bewahrt hat und am Ende mit diesem unschuldigen Blick, der auch noch echt ist, feststellt:“Oh, darüber hab ich gar nicht nachgedacht.“ Das tiefe erlöste Durchatmen von Yvonne, als beim Abschied alle heil auf festem Boden vor ihr standen, das war allerdings nicht zu überhören.

Morgen fahren die Kölner wieder nach Hause, nehmen schöne Erinnerungen mit und sind vielleicht schon direkt bei Abreise voller Vorfreude auf das Wiederkommen im nächsten Jahr. Euphelia weiß genau, daß dann wieder das Tablett mit dem Willkommensschluck jeden Abend vor dem Haus mit Winken und Lächeln bereit steht.


 
 
 
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