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Euphelia - Unsere  Hausschreibfeder

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»Haltet die Uhren an.

Vergeßt die Zeit.

Ich will euch Geschichten erzählen.«

 James Krüss

Euphelia schreibt ins Buddelbuch statt Flaschenpost - so heißt es seit 2018. Begonnen hat es mit einem Adventskalender. Und nun schreibt Euphelia das Tagebuch der "Insel" Literaturien regelmäßig unregelmäßig mit Akribie und voller Liebe zu den Bewohnern und deren Gästen. Ihr Stammplatz ist der Schreibtisch "Zwischen den Zeilen" direkt im Hoteleingang. Von da aus belauscht und beobachtet sie, und wenn woanders etwas Wichtiges passiert, wird sie mitgenommen oder ihr wird berichtet. Lest selbst...

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Da ich hier unterwegs so wenig Gepäck wie irgend möglich mitgenommen habe (Die Fiven waren spät am Abend vor Abreise auf eine vierwöchige Tour Zeuge, wie Conny begann, ihre zwei Satteltaschen zu packen), gibt es also außer Handy auch keine Technik. Eine Kladde ist natürlich dabei.

Also erster Tag bis Mädel Yvonne nach Schwerin. Danke Dir!!!!!

Zweiter Tag bis zu Mädel Bärbel nach Gresse.

Danke dir!!!!!

Dritter Tag erstmals in die Fremde bis Kirchwerder in die Pension Vierländerei, die sich im Gebäude einer über hundertjährigen Bäckerei befindet.

Der Tag darauf mit weniger Kilometern war auch wichtig, denn gewohnt bin ich das Radeln mehrere Tage hintereinander wirklich nicht. Einen Abstecher zur Riepenburger Mühle wollte ich dennoch. Mühle eben. Zwar geschlossen, jedoch war das darin befindliche Café Molina eine Pracht. Zauberhafte junge Leute bedienten, die Plätze füllten sich mit sooo vielen Rennradlern. Eine tolle Stimmung über den ganzen Mühlenhof hinweg ließ mich dort einfach sitzen und genießen. Am Ende war ja auch das Ziel, das Deichnest in Ochsenwerder, gar nicht weit entfernt.

Rosinante wurde am nächsten Morgen, am Sonntag, von einer überglücklichen Conny um 6 Uhr geweckt. Ich freute mich so sehr auf die Tour rein nach Hamburg, durch die HafenCity und durch die Speicherstadt. Der Regenguß begann, als mein erster Fuß auf der Pedale stand. Unterwegs regnete es bloß noch. Doch blauer Himmel riß auf, als ich am Schiff ankam. Die Tour war dennoch ein Genuß. Stell Dir doch mal vor, liebe Euphelia, Conny aus Literaturien rollt auf fast menschenleeren Straßen in das riesige Hamburg hinein. Ich bekomme schon wieder Gänsehaut.

Nach Ankunft in Cuxhaven gegen 11.15 Uhr begann meine eigentliche Tour mit Ziel in Bremerhaven. Meine Koje steht auf dem Schulschiff Deutschland im Neuen Hafen. Danke, liebe Maxi, für dieses einmalige Quartier. Mein Pott Kaffee und Buch und Sonne und Zeit heute morgen um 8 an Deck, den Seglern beim Schleusen zuschauen, der Wilhelm Humboldt beim Einlaufen und Anlegen

gegenüber zujubeln. Wahnsinn.

Für morgen steht fest, daß ich weiter fahre und Rosinante gegen 6 Uhr wecke, damit wir vor dem Wind sausen. Wo mein Bett morgen abend steht? Keine Ahnung. Ein neuer Abschnitt meiner Reise beginnt.

Rollende herzliche Grüße, Dir meiner lieben Euphelia, paß bitte ganz doll auf die Gutshoffamilie auf und bleib neugierig.

Deine Conny




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Und nun ist es so weit. Monatelang wurde ich von Euphelia darauf vorbereitet, dass sie erstmalig einen Urlaub wird nehmen müssensollenwollen ab Mai 2024. Ohne Unterlass. Intensivst vorbereitet. - Könnte man jedenfalls denken. Stattdessen: Knapp und bündig schmeißt sie mir ein "Jo, bin weg, komme wieder. Bald!" zu und verlässt mit wehender Eulenfeder, schwappendem Fäßchen und klackelndem Schühchen ihren Stammplatz. Hätte ja gedacht, dass sie sich doch noch in eine der roten Taschen schummelt, die Conny auf und an ihre Rosinante geschnallt hat.


Und nun ist es so weit. Seit Jahren spricht sie von dieser Fahrradtour. Seit Monaten gibt es ein konkretes Datum. Seit Wochen steigt die Aufregung, klüngeln die Fiven noch mehr als sonst, werden Listen erarbeitet (nicht von Conny), werden E-Mails in die Tasten gehämmert (auch von Conny), wird der Schreibtisch aufgeräumt (immer wieder und wieder, von Conny). Seit Tagen wird vom Packen gesprochen. Seit Stunden wird gepackt. Am gestrigen Abend, kurz bevor Euphelia noch einmal über das Blatt tanzen durfte, hat Conny die letzten Notwendigkeiten in ihren Taschen verstaut. Wedder op den letzten Poeng, würde ich meinen.

Heute morgen dann: Ein letztes Mal Sir Henry mit den Frühstücksbrötchen bewerfen und Maxi zeigen, wie man Eier kochen könnte, um der Tagung zu einem guten Start in den Tag zu verhelfen. (Nein, Maxis (Un)Fähigkeit Eier zu kochen ist hier nicht das Thema... könnte man sich aber mal drüber unterhalten...)

Die letzte - wirklich letzte - Packliste wird abgehakt. Wasser - zwei Flaschen? Nein, nimm drei mit, wird warm! - Stulle? - Hab ich. - Ja und jetzt, bevor Du los fährst? - Nein, keinen Hunger. - Doch, Du musst was essen, Lütten. - Naaaa guuuuuut.


Und dann ist es so weit. Punkt 7:38 Uhr fahren Rosinante und Conny vom Hof. Von ihrem Hof. Dem Hof, den Conny seit etwa 32 Jahren ihr Eigen und Zuhause nennt.



Voraussichtlich sind sie in ca. 5 Wochen wieder da. Und Ihr dürft glauben - wir sind absolut alle total gespannt, was auf dieser Reise passiert, welchen Orten, welchen Menschen und Geschichten - und welchen Broten sie begegnet. ;-)

Wie Ihr sie begleiten könnt? Ihr digitales Tagebuch führt sie auf komoot:

Sie hat aber versprochen, uns auch hier im Blog zwischendurch zu erzählen, wie es Ihr geht.

Natürlich werdet Ihr auch auf dem WhatsApp-Kanal von der "Insel" auf dem Laufenden gehalten, wenn es Neuigkeiten gibt: https://whatsapp.com/channel/0029VaD3BWyDDmFLssfEzQ36


Und nun ist es so weit. Die Gutshoffamilie hält dem heutigen Wind stand, der den Park verweht und wenigstens für ein paar kleine Stündchen die Mücken verwirbelt.

Anja marschiert durch die Zimmer, durch die sie doch gestern Vormittag auch gerade marschiert ist.

Bine erfreut sich an kulinarischen Aufgaben und sehr freundlichen - und ausnahmslos radelnden! - Mittagsgästen. Zufälle gibt's.

Maxi richtet sich nach ihrem ersten Frühstücksfeedienst seit ... im Gewölbe häuslich ein, um den Mittagsgästen nah und dem Schreibtisch genauso nah zu sein. Da muss dann auch das Abendessen der verbliebenen Fiven mal am Katzentisch passieren.

Heike hilft bei Frühstück und Rück und Nach, leistet Gesellschaft, wechselt Nadeln und Tasten ab und heuert mal so aus dem Handgelenk potenziell Gestaltungsmenschen für den Wagon an.


Und Torsten ... tja, Torsten tut, was Torsten so tut. Er zieht Betten ab. Er schleppt Wäsche. Er zählt Wäsche. Er bereitet Grünflächen für nette mähende Nachbarn vor. Er mäht. Er zieht Möbel hin und her. Er mäht. Er wechselt die Maschine. Er mäht. Für alle, die nicht genug von Rasen...ähh Wiesen...ähh Grasfotos mit Lichteinfall bekommen können, kommt hier das Paradies. Für alle anderen auch. ;-)


Es wird also die windige Ruhe zwischen den Stürmen gelassen entgegengenommen.

Bine hat sich gerade mit Vorfreude auf morgen in den Feierabend verabschiedet.

Rechts neben mir klappern die Stricknadeln durch weiche Wolle.

Links neben mir werden Tablet und Handy abwechselnd genutzt: Oli bereitet seine und Maxis Reise im September vor.

Wieso wollen denn plötzlich alle weg? Wo es hier doch einfach sooo schön ist. ♥


"Am besten, ihr geht jetzt nach Hause", sagte Pippi, "damit ihr morgen wiederkommen könnt. Denn wenn ihr nicht nach Hause geht, könnt ihr ja nicht wiederkommen. Und das wäre schade." Pippi Langstrumpf, Astrid Lindgren


...bei uns dann nur andersherum. Danke Pippi, hast ja recht. :-)


Und nun ist es so weit. Vielleicht fragt Ihr Euch nun, wer da jetzt eigentlich schreibt, wenn Euphelia doch sagte, sie geht 'ne Weile ihr Ding machen. Sie ist übrigens nicht in die Satteltaschen gesprungen. Ich bilde mir ein, ich hätte sie im Magischen Wortreich herumtropfen gehört. Muss ich noch näher ergründen.

Jedenfalls, ob Ihr Euch das nun fragt oder nicht:


Mein Name ist Edelweiss, ich bin ein sehr ansehnlicher Montblanc, ein Familienerbstück, noch nicht wieder sonderlich gut eingeschrieben - und ich bin Literaturiens Backgroundwriter für Zeiten wie diese.

Es ist mir eine Ehre, mich hier learning by doing mit und bei und durch Euch finden zu dürfen.


Vielen Dank für Eure Zeit, ich wünsche Euch einen Abend, der sich zu verleben lohnt.


Liebes Buddelbuch, auf ganz bald

Edelweiss

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