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Euphelia - Unsere  Hausschreibfeder

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»Haltet die Uhren an.

Vergeßt die Zeit.

Ich will euch Geschichten erzählen.«

 James Krüss

Euphelia schreibt ins Buddelbuch statt Flaschenpost - so heißt es seit 2018. Begonnen hat es mit einem Adventskalender. Und nun schreibt Euphelia das Tagebuch der "Insel" Literaturien regelmäßig unregelmäßig mit Akribie und voller Liebe zu den Bewohnern und deren Gästen. Ihr Stammplatz ist der Schreibtisch "Zwischen den Zeilen" direkt im Hoteleingang. Von da aus belauscht und beobachtet sie, und wenn woanders etwas Wichtiges passiert, wird sie mitgenommen oder ihr wird berichtet. Lest selbst...

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Aktualisiert: 29. März

echt jetzt, wer soll denn das Pensum schaffen. Ich brauche eine zweite Hand. Bitte, gebt mir eine zweite Hand!!! Ostern steht vor der Tür. Was wollte Conny nicht alles tun bis dahin. Zum Glück hat sie vieles nicht geschafft, denn nun habe ich wenigstens noch die Gelegenheit für einen kurzen Rückblick. Irgendwie steckt hier die ganze Truppe so voller Energie, ich hätte schon wieder Seiten füllen können. Muß an den Hanfkeksen liegen. Als Hausschreibfeder führe ich ja das Tagebuch, da schreibe ich eben auch gern Ereignisse auf, die mich und andere zuvor begeisterten. Schon auch Pläne und Ideen und Visionen, nun ja. Aber eines nach dem anderen. Also: Rückblick, wie versprochen. 

Das Freunde-Wochenende wartet noch auf finale Auswertung. Hier ist sie. Es begann letzten Donnerstag mit Aufgabenbesprechung und Rundgang. Anne und Hubi kamen, um aus der noch sehr jungen Güstrower Brauerei Kniesenack frischen Treber zu bringen. Liane fand ein Rezept für ein reines Sauerteigbrot mit Biertreber, es gelang und kommt nun mit auf die Liste der Favoriten.  Das gemeinsame Abendessen zum Frühlingsbeginn startete mit der festlichen Übergabe der neuen Speisekarte. Die Testesser hatten freie Auswahl. Es war dann echt unheimlich an der Tafel, denn niemand, wirklich niemand sprach viele Minuten hindurch ein Wort. Conny rutschte vor Ungeduld schon fast unter den Tisch. Ingo traute sich in der Küche gar nicht mehr, auch nur mit einem Topf zu klappern. Stille. Man nennt es gefräßige Stille. Aber sooo still. Ohje. Bis einer nach dem anderen sich in seinem Stuhl zurücklehnte und genußvoll seufzte, bis jemand zu Ingo ging, um Nachschlag zu holen, bis endlich das ersehnte Lächeln auf den Gesichtern erschien. Conny konnte wieder Luft holen. Neue Speisekarte: Check! Danke an Ingo, Biene, Liane und Maxi für die kreative Zusammenarbeit.

Am Freitag wollten sie mit der Pergola am Rhododendronweg im Gutspark beginnen. Doch Torsten hatte diese sechsköpfige Maschine echt unterschätzt. Pergola fertig, Weg fertig, Beete fertig. Wow. Kerstin, Anja und Pia hatten Tage zuvor mit ihren Laubharken die Meßlatte schon sehr hoch gelegt, doch die Freunde hielten voll mit. Unser Gutspark strahlt vor Frühlingsfreude.

Am Sonnabend war es dann schon eine achtköpfige Raupe. Diese zog nach Eulenhausen.

Jetzt ist im Kerngehäuse alle Erde fertig verteilt, es wurden Sträucher gepflanzt und nach gutem Brauch Hand in Hand mit Gesang umtanzt, die uralten Wagonbatterien entfernt, entsorgt und der Verdienst in die Vereinskasse gezahlt.

Für die Sarah-Rosen wurde eine Kletterhilfe aufgestellt. Zwischendurch sah es nach Regen aus, später hagelte es aus einem fast heiteren Himmel.

Das brachte die Spaßvögel auf die Idee, die Hälfte der Truppe könnte ja einen Pavillon halten, unter dem die andere Hälfte arbeiten könnte. Der Regen kam nicht, doch die Idee ließ die Kinderherzen höher schlagen. Das Finale stand also fest.

Danke nochmal für diese traumhaften, fröhlichen, tatkräftigen Tage. 

Am Montag saßen die drei Obereulen beisammen, ich belauschte sie und kann nun verkünden. Die drei nutzten den Vollmond, um zum wiederholten Mal den Brief von Simone und Melanie zu lesen und einen Plan daraus zu basteln.

Simone und Melanie, wißt ihr, das muß ich euch unbedingt erzählen, sind nicht so ganz von dieser Welt. Conny meinte ja mal, die beiden sind die liebenswertesten Verrückten, die sie kennt. Wer von euch in der Schatzinsel den Adventskalender vom Zauberer von Oz erklärt bekam, die wundervollen Bastelwerke für das Trinkgeld der Mitarbeiter, wer schon mal an Mittweihnachten dabei war und der Übergabe eines sommerlichen Adventskalenders beiwohnte, wer schon mal die herrlichen Vollmond-Utensilien bewunderte bei den Lesungen, der ahnt, hier sind zwei besondere Mädels am Werk. Seit Jahren schicken diese beiden zu jedem Vollmond eine Überraschung und jedes Jahr einen besonderen Adventskalender. Tausend Dank, liebe Simone, liebe Melanie. Mit der Idee für dieses Vollmondjahr haben sie in Conny ein gedankliches Feuer entfacht, welches schon lange schwelt. Das Ergebnis lautet: Endlich, und ich finde ja, es wird höchste Zeit, endlich eröffnet Literaturien einen eigenen Lesezirkel. Start ist der 3. Oktober 2024.

Ich freue mich darüber wie Bolle, die drei Obereulen sind schon jetzt total aufgeregt. Stellt euch doch mal vor, dann wird hier im Bücherhotel tatsächlich über Bücher gesprochen. Kaum zu glauben, daß ich sowas verkünden darf. Da fällt mir ein, daß Conny ja ab dem 10. April erst einmal mit ihren Schreibwilligen schreiben wird. Ob wohl irgendwann aus all dem mal ein Buch über Literaturien entstehen kann? Naja, lieber nicht so vorpreschen mit solchen Überlegungen, wie war das noch mit der großen Energie hier? Zunächst wird Conny mit vielen verschiedenen Ansätzen und Motiven und verrückten Möglichkeiten kreative Geschichten hervorzaubern, Emotionen freilassen, Worte entdecken und Sätze aneinanderreihen, Lachen erschallen lassen und Tränen trocknen, Vertrauen aufbauen und dem gerecht werden. Diese Schreibtage sind ein besonderer Höhepunkt in Connys Veranstaltungskalender. Doch zunächst freuen wir uns auf Ostern, sind gut vorbereitet und ausgebucht, haben passendes Wetter organisiert und werden die Farbtupfen im Gutspark genießen können.

Achja, apropos frühlingshafte Farbtupfen.

Sind sie nicht wunderschön? Schaut doch mal rein bei Sundgarn. https://sundgarn.de/

Einige Exemplare findet ihr als Lesezeichen auch bei uns bei Lädi L. und sie zaubern wirklich ein Lächeln ins Gesicht. Ich nehme mir ein, haha, nein keinen Keks, sondern ein Ei und werde es Conny auf den Tisch legen, denn Ostereier hat sie noch nicht gefärbt. Habt ihr schon? Wie macht ihr das? Habt ihr vielleicht ganz besonders schöne Exemplare oder ausgefallene Ideen? 

"Das weiß ein jeder, wers auch sei, gesund und stärkend ist das Ei." Wilhelm Busch

Ich wünsche euch allen ein fröhliches Osterfest, verwöhnt euch miteinander, habt Spaß und gute Laune. Möge Freude in euren Herzen erblühen.


Eure Euphelia am 27. März<<


202 Ansichten1 Kommentar

Naja, ihr Lieben, ganz ehrlich, mit den Anregungen und Empfehlungen ist das ja noch ein wenig mager. Schade eigentlich. Wir könnten soviel mehr Spaß haben miteinander. Egal, ich mache einfach weiter in der Hoffnung, ihr freut euch über die Nachrichten der Hausschreibfeder. Das bin nämlich ich, die Euphelia, die ihren Stammplatz hat neben der Rezeption, auf einem Tisch "Zwischen den Zeilen". Von dort sah ich ihn vor ein paar Tagen kommen, den Frühling. Sonne pur, eine Wärme hinter den Fensterscheiben, daß ich befürchtete, mir trocknet die Tinte ein. Conny lief an diesem besagten 20. März, also, an dem Tag, als Torsten ein Jahr alterte und nebenher der Frühling kam, wie im Zickzack.

Mal ging sie vorne hinaus und kam durch die Wohnstube wieder an ihren Rechner, mal verschwand sie die Treppen runter, um kurz darauf durch die Vordertür herein zu laufen. Boh, mir wurde schon ganz schwindelig. Torsten fuhr in den Baumarkt. Voll das Klischee bedient, sie ist voller Unruhe, er also los in den Baumarkt. Doch plötzlich schaute ich aus dem seitlichen Fenster, weil ich eine Bewegung vernommen hatte, und ich begriff sofort:

Conny hatte ihre Rosinante pünktlich aus dem Winterschlaf befreit und mußte selbst Luft aufpumpen. Selbst Luft aufpumpen!!! Hört ihr das? Da könnte man auch gleich sagen: Sie sprang selbst mit dem Fallschirm ab oder so. Um so erstaunlicher: Es hat geklappt. Start für das erste große, große Training.

Wer sagt es denn, nun sind die restlichen 1500km nur noch ein Spiel. Conny ist top vorbereitet. Das war wichtig zu wissen, denn mit Ankunft der wundervollen Menschen zum Freunde-Wochenende begann ein Hochleistungsarbeitspensum. 

Uwe brachte Profigeräte mit, Bernd und Karen Pflanzbares. Petra reichte die Arbeit nicht aus, sie tobte sich beim Joggen noch zusätzlich aus. Und vor allem hatten sie Spaß miteinander. Hier schicke ich euch als Vorgeschmack schon ein paar Bilder.

Bin heute etwas müde, am meisten vom lachen. Die Details dieser tollen Tage und auch Beschreibungen unserer neuen Speisekarte lest ihr in meinem nächsten Eintrag in das Buddelbuch. Dann lasse ich die Seiten wieder richtig rauschen. Jetzt einen Keks - heute ein Zitronenplätzchen - und damit unter die Decke kuscheln und Conny beim lesen zuschauen. Könnt ihr mein Lächeln sehen? Bin wohl gerade einfach glücklich...


Eure Euphelia am 24. März<<

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Aktualisiert: 20. März

ich glaube es ja wohl nicht, stellt euch das doch mal vor: Conny bekommt ein großes Paket, gar nicht schwer, aber wirklich groß, so auch die Überraschung: Helmut hat eine weiße Emailleschüssel geschickt, damit der Küchentisch in der neu gestalteten Backstube bei Lädi L. wieder komplett ist. Wie toll ist das denn!!! Danke, lieber Helmut, Du hast uns eine große Freude bereitet.

Liebe Angela, Dein Tisch hat nun also wieder zwei Waschschüsseln unter der Tischplatte versteckt.

Erlebnisreich ging es durch das Wochenende gleich weiter. Eine Seminargruppe hatte ihr Treffen, Pädagogische Hochschule Güstrow, Jahrgang 1980-1984. Da Conny und Torsten 1982 ebendort begonnen hatten, gab es einen regen und sehr fröhlichen Austausch am Backofen.

Zur gleichen Zeit weilte Obereule Heike in Güstrow und nahm an einer sehr interessanten Veranstaltung des LiteraturRates teil. Sie kam mit vielen interessanten Informationen und natürlich mit neuen Ideen nach Hause. Darüber wird später zu berichten sein.

Ja, auch das Abenteuer "Glutenfrei backen" nimmt Fahrt auf.

Ich dachte echt, Conny zieht ihren Spleen nicht durch. Voll daneben. Alle 12 Stunden wechseln sich Conny und Liane beim Füttern ab. Ein Drilling, nämlich Teff, stieg aus, das Mehl war nicht in Ordnung. Ha, aber der Sauerteigansatz aus Quinoamehl wuchs gestern erstmalig über sich hinaus.

Der aus Buchweizenvollkornmehl blubbert bereits ganz ordentlich. Liane hat ein erstes glutenfreies Brot mit Hefe gebacken, den Pablo, welches am Sonnabend verkostet und begeistert aufgenommen wurde.

Heute kamen für diese besonderen Brote Kräuter der Hildegard von Bingen an. Conny wird in diesen Broten Quendel, Galgant und Bertramwurzel verwenden.

Meine eigene größte Freude möchte ich euch auch mitteilen. Gestern schrieben Julia und Augusta ins Gästebuch - mit mir. Oh, ich habe noch immer Gänsehaut. Das mag ich. Sie stippten mein Füßlein ganz sachte in das Tintenfaß und schrieben sooo schöne Worte mit mir. Danke, Mädels.

Ab morgen werden Ingo und Bine ihre Frühlingskarte kochen und präsentieren. Ingo freut sich, daß endlich wieder Zander auf der Karte stehen wird und daß sein Sauerfleisch noch immer auf den vordersten Plätzen rangiert. Bine ist begeistert, daß Haferflocken und ihr Brotpudding den Sprung in die Speisekarte geschafft haben. Außerdem haben sie vor, immer mal wieder mit Tagesempfehlungen zu überraschen, damit sie mit regionalen Produkten und mit Getreide tolle Gerichte kreieren können.

Vielleicht seid ihr ja auch mal Testesser, wenn Ingo und Bine etwas Neues ausprobieren? Die Speisekarte wird also mehr und mehr ein Leitfaden, kein Regelwerk. Oft entscheiden sogar die Gäste, was gekocht wird. So herum ist es doch wirklich interessant. Liane hat sich ebenfalls vorbereitet auf die neuen Gerichte. Im Weinkeller präsentierte sie Conny heute ihre Auswahl der begleitenden Weine. Ich staune, denn Liane kann Weine beschreiben, daß Conny einfach ehrfürchtig an ihren Lippen hängt.

Während am Tresen wieder alle Mitbewohner für diese Woche startklar gefüttert wurden und in der Backstube die Sprossen vor sich hin sprießen, hat Torsten seine Vorbereitungen für die FreundeTage hochgefahren.

Ab Mittwoch geht es los: Es wird eine Pergola im Gutspark gebaut, es werden Parkbänke auf die Saison vorbereitet, die großen Batterien unter dem Wagon ausgebaut, Sträucher in Eulenhausen gepflanzt, das Kerngehäuse final auf die Rasensaat bearbeitet. Ich glaube, seine Liste geht bis Grillwurst und Lagerfeuer, bis Mensch ärgere dich nicht und Skat. Das hört sich nach fröhlichen kommenden Tagen an. Wer noch Lust hat auf einen spontanen Besuch, herzlich willkommen!

Danach stehe ich dann gleich stramm auf meinem Stammplatz für die Ostergäste.

Irre, wie dieses Jahr galoppiert. Irre, wie hier im Bücherhotel jeder Tag einfach genossen wird. Wie startet ihr in den Frühling? Welche Kekse begleiten euch auf euren Wanderungen? Habt ihr spezielle Frühlingsbücher? Seid ihr bereits im Osterdekorausch? Also, ich nehme mir heute zur Abwechslung einen Hafer-Dinkelkeks, lehne mich in aller Ruhe an mein Tintenfaß und freue mich auf eure Antworten und Anregungen und Empfehlungen.


Eure Euphelia am 18. März 2024

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